• Nachhaltige Forschungsinfrastrukturen in der historischen Europaforschung
  • Interaktives Lernprogramm
  • Glaubenskämpfe: Religion und Gewalt im katholischen Europa (1848–1914)
  • Die Geschichte des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO
  • EGO | Europäische Geschichte Online
  • Europäische Friedensverträge der Vormoderne online
  • Interaktives Lernprogramm
  • Server für digitale historische Karten am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
  • Rezensionsplattform für die europäische Geschichtswissenschaft
Projektgruppen
IEG digital
  • de
  • en

DARIAH-DE am IEG

Das Projekt DARIAH-EU (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) verfolgt die Zielsetzung, nachhaltige virtuelle und digitale Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Sozialwissenschaften zu entwickeln und auf Dauer zu etablieren. In diesem Projektverbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren europäischen Staaten und unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen zusammen, um neuartige digitale Forschungsmethoden zu konzipieren und dadurch bislang nicht gestellte interdisziplinäre und transnationale Forschungsfragen beantworten zu können. Neben der Entwicklung einer – standardisierten und disziplinübergreifenden – modularisierten Virtuellen Forschungsumgebung (VRE) stehen bei DARIAH-EU die langfristige Archivierung und Vernetzung von Forschungsprimärdaten und deren digitaler Zugriff und Nachnutzung für zukünftige wissenschaftliche Forschungsfragen im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses. Gerade die Vernetzung von standardisiert erhobenen Forschungsprimärdaten, die bis zum heutigen Tag von einzelnen Forschungsgruppen zumeist mit unterschiedlicher Methodik und divergenten Standards erfasst werden, verspricht – neben arbeitstechnischen und forschungspragmatischen Synergien – einen Paradigmenwechsel in den Geistes- und Sozialwissenschaften und eine verstärkte Hinwendung zu kollaborativen, interdisziplinär und transnational ausgerichteten Forschungsprojekten.

Das IEG beteiligt sich mit dem Teilprojekt Nachhaltige Forschungsinfrastrukturen in der historischen Europaforschung an dem nationalen Projektverbund DARIAH-DE (Konsortialführung Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) und vertritt hierin die beiden Fachdisziplinen Geschichtswissenschaft und Theologie.

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen sowie Geistes- und Kulturwissenschaftler in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). Darüber hinaus bietet DARIAH-DE eine soziale und technische Forschungsinfrastruktur für digital arbeitende Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen sowie Geistes- und Kulturwissenschaftler. Als Partner in DARIAH-EU trägt DARIAH-DE dazu bei, europaweit state-of-the-art Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen.

Geisteswissenschaftler und Geisteswissenschaftlerinnen verwenden DARIAH z.B.

  • um Daten europaweit zugänglich und nutzbar zu machen
  • zum Austausch von Wissen, Expertise, Methodologien und von disziplinübergreifenden Praktiken
  • zur Sicherung akzeptierter Standards und best-practice
  • zur innovativen und/oder experimentellen Kollaboration mit anderen Forscherinnen und Forschern
Ziel des IEG-Teilprojekts ist es,
  • bei der Erhebung und Entwicklung von Standardisierungen und Metadatenstandards von Forschungsprimärdaten und deren digitaler Langzeitarchivierung mitzuarbeiten
  • digitale Forschungsmethoden und Werkzeuge zu erproben und weiterzuentwickeln – sowohl im Projektverbund DARIAH-EU bzw. DARIAH-DE als auch in Zusammenarbeit mit den Forschungsbereichen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des IEG
  • curriculare Weiterbildungsangebote für Nachwuchs- und etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu konzipieren und durchzuführen, um Schlüsselqualifikationen und digitale Methoden der Digital Humanities unmittelbar an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der historischen Europaforschung weiterzugeben.
Das IEG beteiligt sich in der 2. Phase des nationalen Projektverbund neben 21 anderen Partner mit seiner Expertise in den historisch arbeitenden Wissenschaft in den Bereichen Geschichte und Theologie in zwei Schwerpunkten: »Wissenschaftliche Sammlungen – Forschungsdaten« und »Big Data in den Geisteswissenschaften«.

Im Themenschwerpunkt »Wissenschaftliche Sammlungen – Forschungsdaten« stehen die unterschiedlichen Anforderungen und die Methodenvielfalt der geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen im Umgang mit Daten und Sammlungen im Vordergrund. Im Zuge der Mitarbeit im Schwerpunkt »Wissenschaftliche Sammlungen – Forschungsdaten« werden Empfehlungen für Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen und  Geistes- und Kulturwissenschaftler zur Aufbereitung und Nutzung digitaler Forschungsdaten und wissenschaftlicher Sammlungen (Datenmanagement und -kuratierung, Strategien und Möglichkeiten der Langzeitarchivierung, sowie Fragen der Nachnutzung und Lizenzierung) entwickelt. Auch werden Themen wie die Qualität, Interoperabilität, Langzeitverfügbarkeit und Nachnutzung von wissenschaftlichen Sammlungen und Forschungsdaten in den Blick genommen.

Im Bereich »Big Data in den Geisteswissenschaften« engagieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Entwicklung und Konsolidierung neuer quantitativer Analysemethoden für große geisteswissenschaftliche Datensätzen sowie der Möglichkeit der Anwendbarkeit von Methoden und Verfahren der »Big-Data«-Forschung generell auf geistes- und kulturwissenschaftliche Daten. In Auseinandersetzung mit aktuellen, computergestützten Methoden der quantitativen Analyse geisteswissenschaftlicher Daten sind in den Bereichen der Erprobung von Analysemethoden, der Entwicklung relevanter Dienste und der Kompetenzvermittlung weitere Fortschritte in der Grundlagenforschung zu erwarten.

In themenschwerpunktübergreifenden Veranstaltungen und Materialien werden die neuen Forschungsfragen und -ansätze dem breiteren (Fach-)Publikum bekannt gemacht und für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Kooperationspartner des IEG im Projektverbund DARIAH-DE in alphabetischer Reihenfolge der Standorte: