• Nachhaltige Forschungsinfrastrukturen in der historischen Europaforschung
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DARIAH-DE am IEG

Das IEG beteiligt sich mit dem Teilprojekt Nachhaltige Forschungsinfrastrukturen in der historischen Europaforschung an dem nationalen Projektverbund DARIAH-DE (Konsortialführung Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) im europäischen Konsortium DARIAH-EU und vertritt hierin die beiden Fachdisziplinen Geschichtswissenschaft und Theologie.
 
DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur von DARIAH-DE besteht aus vier Säulen: Lehre, Forschung, Forschungsdaten und Technische Infrastruktur. Als Partner in DARIAH-EU trägt DARIAH-DE dazu bei, europaweit state-of-the-art Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen. Geisteswissenschaftlerinnen Geisteswissenschaftler verwenden DARIAH zum Beispiel um Daten europaweit zugänglich und nutzbar zu machen. Der Austausch von Wissen und Expertise wird so disziplinübergreifend gefördert und die Möglichkeit neue wissenschaftliche Diskurse zu entdecken begünstigt (Quelle: Steckbrief DARIAH-DE).

Geisteswissenschaftler und Geisteswissenschaftlerinnen verwenden DARIAH z.B.
  • um Daten europaweit zugänglich und nutzbar zu machen
  • zum Austausch von Wissen, Expertise, Methodologien und von disziplinübergreifenden Praktiken
  • zur Sicherung akzeptierter Standards und best-practice
  • zur innovativen und/oder experimentellen Kollaboration mit anderen Forscherinnen und Forschern.
 
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


Ziel des IEG-Teilprojekts ist es,
  • bei der Erhebung und Entwicklung von Standardisierungen und Metadatenstandards von Forschungsprimärdaten und deren digitaler Langzeitarchivierung mitzuarbeiten
  • digitale Forschungsmethoden und Werkzeuge zu erproben und weiterzuentwickeln – sowohl im Projektverbund DARIAH-EU bzw. DARIAH-DE als auch in Zusammenarbeit mit den Forschungsbereichen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des IEG
  • curriculare Weiterbildungsangebote für Nachwuchs- und etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu konzipieren und durchzuführen, um Schlüsselqualifikationen und digitale Methoden der Digital Humanities unmittelbar an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der historischen Europaforschung weiterzugeben.
 
In der 1. Projektphase (2011–2014) beteiligte sich das Institut unter anderen an den Aufgaben der Erfassung der Studienlandschaft in der Digital Humanities. Das Ergebnis war eine Broschüre über die Studien- und Promotionsstudiengänge in deutschsprachigen Ländern. Das IEG arbeitete auch am Arbeitspaket „Forschungsdaten“ und leistete konzeptionelle Arbeit um die verbreitete (Meta)Daten und Formate in den Geisteswissenschaften zu klären, sowie das Potenzial der Interoperabilität für geisteswissenschaftliche Fragestellungen zu erfassen. 
 
In der 2. Projektphase (2014–2016) beteiligte sich das IEG an zwei Schwerpunkten. Im Zuge der Mitarbeit im Schwerpunkt »Wissenschaftliche Sammlungen – Forschungsdaten« wurden Empfehlungen für Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen und  Geistes- und Kulturwissenschaftler zur Aufbereitung und Nutzung digitaler Forschungsdaten und wissenschaftlicher Sammlungen entwickelt. Im Schwerpunkt »Big Data in den Geisteswissenschaften« engagierte sich das IEG an der Entwicklung und dem exemplarischen Einsatz von thematisch eingegrenzten kontrollierten Vokabularen. „Der Prototyp des Labeling System bietet Fachwissenschaftlern die Möglichkeit, Begriffe mit kontextgebundener Gültigkeit zu erzeugen, zu konkretisieren, in Containern zu gruppieren (Vokabulare) und mit der Forschungscommunity zu teilen“ (Quelle: Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik - Hochschule Mainz). Der Prototyp wurde in 2016 und 2017 im mainzed Netzwerk weiterentwickelt. Darüber hinaus beteiligte sich das IEG an der technischen Machtbarkeitsstudie zur Erfassung der Mobilitätsfaktoren aus biographischen Daten und der Entwicklung des digitalen Werkzeugs CosmoTool beteiligt, das biographische Profile aus Daten unterschiedlicher Quellen generiert.  Damit soll die automatische Entdeckung von Korrelationen zwischen Personen, Orten und Ereignissen ermöglicht werden.
 
In der 3. Projektphase (2016–2019) wird die Arbeit am CosmoTool in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Bamberg fortgesetzt. Die Anwendungsfunktion und Anwendungsbereiche des CosmoTool sollen dahingehend erweitert werden, dass gruppenspezifische Profile aggregiert und Ideengeschichtliche Fragestellungen einbezogen werden können.

Kooperationspartner des IEG im Projektverbund DARIAH-DE sind derzeit – in alphabetischer Reihenfolge der Standorte:
   
 
Für weitere Informationen steht das DARIAH-DE-Portal zur Verfügung, welches auch über weiterführende Angebote und Möglichkeiten zur Nutzung der Digitalen Infrastruktur informiert.