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Humanitäres Handeln im Spannungsfeld von Kolonialismus, Nationalismus und Dekolonisation: Der Ägyptische Rote Halbmond (1882–1956)

Das Projekt von Esther Möller hat zum Ziel, anhand des Ägyptischen Roten Halbmondes die Spezifika humanitären Handelns im außereuropäischen Kontext zu untersuchen.
Es leistet damit einen Beitrag zur neuesten globalgeschichtlichen Forschung, die humanitäres Handeln nicht mehr als von Europa ausgehende Hilfeleistung für den Rest der Welt versteht, sondern die verschiedenen Weltregionen als aktive, wenn auch nicht immer ebenbürtige, Teilnehmer an einer globalen humanitären Hilfe begreift. Die bislang nicht erforschte Geschichte des Ägyptischen Roten Halbmondes in seiner Beziehung zum Britischen Roten Kreuz einerseits und zum Internationalen Komitee des Roten Kreuzes andererseits wird im Sinne der neueren Globalgeschichte in einer mehrdimensionalen Perspektive untersucht. Für den anvisierten Zeitraum von 1882 bis 1956 bilden die Fragen von Kolonialismus, Nationalismus und Dekolonisation den übergeordneten Rahmen.