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Repräsentation als Souveränität – Europäische Auslandskorrespondentennetze im Kalten Krieg

Das von Bernhard Gißibl seit 2012 am IEG grundständig bearbeitete Projekt untersucht die Auslandsberichterstattung in Hörfunk und Fernsehen beider deutscher Staaten während des Kalten Krieges.
Analysiert werden die nationalen und internationalen Triebkräfte und Faktoren hinter dem institutionellen Auf- und Ausbau des weltweiten Korrespondentennetzwerks; Entwicklung und Wandel der deutsch-deutschen Nachrichtengeographie sowie die Kritik daran seitens kirchlicher und humanitärer Organisationen. Im Zentrum stehen Rollenverständnis, Netzwerke und journalistische Praxis von Auslandskorrespondenten als Akteure in den internationalen Beziehungen, als intellektuelle Deutungselite und als Konstrukteure, Makler und Mittler gesellschaftlicher Welt- und Europabilder. Da die Auslandsberichterstattung der Logik nationalstaatlich fragmentierter Medienmärkte unterlag, lenkt das Projekt den Blick auf die Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen medialer Globalisierungsprozesse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.