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24.02.2017

Ist Naturschutz vom Kolonialismus in Afrika geprägt? - Das RiffBuch-Interview mit dem Historiker Bernhard Gißibl
Gißibl_Riffreporter="margin-bottom: Bernhard Gißibl spricht mit RiffReporter über die Rolle von Natur und Tier im Kontext deutscher Kolonialherrschaft, den Umgang der Kolonialbehörden mit der ihr anvertrauten Umgebung, die Auswirkung des Ökotourismus auf den Naturschutz in Afrika sowie die eklatant zunehmende Militarisierung des Naturschutzes im südlichen Afrika.

Kolonialismus und Naturschutz waren eng miteinander verflochten – so mussten zum Beispiel Kolonialbeamte die Auswüchse eines Elfenbeinhandels einschränken, den die deutschen Eroberer selbst angekurbelt hatten. Das deutsche Kolonialsystem nutze Elfenbein als Währung, die Elefantenjagd wurde aber auch betrieben, um Allianzen zu bilden und Herrschaft zu festigen.

Die koloniale Jagdpolitik ist »ein hartes Kapitel deutscher Geschichte mit viel menschlichem Leid, aber auch Brutalität den Tieren gegenüber«, so Gißibl, der für seine Dissertation über das Thema den Nachwuchspreis der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD) erhalten hat. Sein aus der Dissertation hervorgegangenes Buch "The Nature of German Imperialism. Conservation and the Politics of Wildlife in colonial East Africa" füllt nicht nur eine Forschungslücke, sondern bearbeitet auch eine koloniale Lücke im kulturellen Gedächtnis.

In dem Interview spricht der Wissenschaftler außerdem über den Mythos Bernhard Grzimek, die zweifelhaften Praktiken von Naturschutzorganisationen und den Ngorongoro-Krater im Nordwesten Tansanias.

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