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Neuigkeiten

13.11.2017

Neuer EGO-Beitrag zum Thema »Protestantische Mission«
EGO_previewimage="margin-bottom:Andreas Feldtkeller schreibt in seinem jetzt auf Englisch veröffentlichten Beitrag auf EGO (»Europäische Geschichte Online«) über Vorgehensweise, Ziele und Probleme der Missionsgesellschaften vom ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert.

Ihre Anfänge nahm die protestantische Mission erst im 17. und 18. Jahrhundert und war damit erst relativ spät beteiligt am Entsenden des Gotteswortes in die Welt. Zugrunde lag den ersten Missionsgesellschaften die Forderung nach dem uneingeschränkten Zugang zur Bibel, was in bis dato schriftlosen Kulturen eine Herausforderung darstellte. Im langen 19. Jahrhundert sahen sich Missionare zunehmend im Spannungsverhältnis von Fortschrittsglaube und verklärender Romantik. Auch das Verhältnis zu den Kolonialverwaltungen gestaltete sich nicht konfliktfrei und der Kolonialismus wurde gar hier und da als Hemmnis für die Verbreitung der Mission wahrgenommen. Das Problem der Pluralität sorgte für ein Umdenken in den 1950er Jahren des 20. Jahrhunderts, das bis hinein in die 70er Jahre andauern sollte und noch heute fortwirkt.

Der Autor:
Andreas Feldtkeller (Jahrgang 1961) ist seit 1999 Professor für Religions-und Missionswissenschaft und Ökumenik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. 2008 wurde ihm der Hans-Sigrist-Preis der Universität Bern für seine bisherigen Forschungsbeiträge zum Thema »Religionen – Wahrheitsansprüche – Konflikte – Theologien -: Theoretische Perspektiven« verliehen.

Über EGO:
EGO steht für »Europäische Geschichte Online« und ist in erster Linie fokussiert auf Transferprozesse und interkulturellen Austausch in der europäischen Geschichte. Dabei greift EGO über methodische, fachliche und geographische Grenzen hinaus, um 500 Jahre neuzeitliche, europäische Geschichte multimedial darzustellen.