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Dr. Gregor Feindt

Wiss. Mitarbeiter, Abteilung für Universalgeschichte
Raum: 207
Tel: 06131 39 39369
Fax: 06131 39 30154

E-Mail


Zur Person:

*1984 in Krefeld, seit April 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte. Im akademischen Jahr 2015/2016 Vertretung der Juniorprofessur für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas mit Schwerpunkt Polen an der Universität Bremen.
2004–2009 Studium der Osteuropäischen und Neueren Geschichte sowie der Slavistik in Bonn und Krakau, 2009–2013 Promotionsstudium an der Universität Bonn mit einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, 2013 Abschluss der Promotion mit einer Dissertation zum politischen Denken im ostmitteleuropäischen Samizdat, ausgezeichnet mit dem Fritz Theodor Epstein-Preis 2014 des Verbands der Osteuropahistorikerinnen und –historiker und dem Johannes-Zilkens-Promotionspreis 2015 der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Forschungsschwerpunkte

Transnationale Geschichte Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert, insbesondere Tschechoslowakei und Polen
Geschichte der industriellen Arbeit und industrieller Lebensräume
Historische Semantik und Begriffsgeschichte
Theorie der Erinnerung und Erinnerung in Ostmittel- und Osteuropa
Geschichte des Sports

Veröffentlichungen (Auswahl)

Kulturelle Souveränität – Politische Deutungs‐ und Handlungsmacht jenseits des Staates im 20. Jahrhundert (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte 112), hrsg. gemeinsam mit Bernhard Gißibl und Johannes Paulmann, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017
Eine »ideale Industriestadt« für »neue tschechische Menschen«: Bat’as Zlín zwischen Planung und Alltag, 1925–1945, in: Gregor Feindt/Bernhard Gißibl/Johannes Paulmann (Hrsg.): Kulturelle Souveränität – Politische Deutungs‐ und Handlungsmacht jenseits des Staates im 20. Jahrhundert (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte 112), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, S. 109–131
From ‘Flight and Expulsion’ to Migration: Contextualising German Victims of Forced Migration, in: European Review of History/ Revue européenne d'histoire 24 (2017), S. 552-577
gemeinsam mit Félix Krawatzek, Daniela Mehler, Friedemann Pestel und Rieke Trimçev: Entangled Memory. Toward a third Wave in Memory Studies, in: History and Theory 53 (2014), S. 24–44

Aktuelle Forschungsprojekte:

Graduate Workshop: European History across Boundaries from the Sixteenth to the Twentieth Century

Writing European history calls for the crossing of boundaries and borders. The Leibniz Institute of European History holds annual workshops on early modern and modern European history for international PhD students. We encourage researchers working in this field to present central aspects of their dissertation projects and to discuss the transcultural and transnational scope of their findings in a stimulating environment. The next workshop will be held in January 2018.

Industrielles Leben. Städte, Biographien und die Verhandlung der Moderne in der Tschechoslowakei, 1920-1960

Industriestädte wie Brünn, Ostrava oder Zlín beförderten neue und kontroverse Vorstellungen modernen Lebens, als Utopien des Fortschritts und Zerrbilder der Entmenschlichung. In Denken und Handeln von Betrieben, Arbeitern und Intellektuellen wurde Arbeit hierbei zum sinnstiftenden Kern der modernen menschlichen Gesellschaft und behielt diese Bedeutung auch über radikale Regimewechsel hinweg. Das Projekt untersucht wie zwischen etwa 1920 und 1960 Arbeit und unterschiedliche, jeweils vermeintlich richtige Vorstellung von Arbeit sakralisiert wurden und einer weiteren Aushandlung entzogen wurden.