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PD Dr. Christian V. Witt

Wiss. Mitarbeiter, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte. Sprecher FoBe 1 »Pluralisierung und Marginalität«
Raum: 308
Tel: +49 (0)6131-39 39406
Fax: +49 6131 39 30153

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Zur Person:

Geboren 1980. Studium der Evangelischen Theologie, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Wuppertal. 2006 Erstes Staatsexamen für das Gymnasiallehramt. 2006 bis 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Wuppertal, Bonn und Köln. 2010 Promotion zum Dr. theol. im Fach Kirchengeschichte durch die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel.

2010 bis 2012 Lehramtsreferendariat in Köln, 2011 Zweites Staatsexamen für das Gymnasiallehramt. 2012 bis 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Wuppertal (Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Systematische Theologie, Bergische Universität). 2014 Lehrpreis der Bergischen Universität Wuppertal. 2015 Habilitation und Erteilung der Venia legendi für das Fach Kirchengeschichte durch die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel.

Im August 2017 Bewilligung eines Heisenberg-Stipendiums durch die DFG. Seit September 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEG. Seit November 2017 Fachredakteur für den Bereich Reformation/frühneuzeitliche Kirchengeschichte bei dem Rezensionsjournal sehepunkte.

2018 erneute Verleihung des Lehrpreises der Bergischen Universität Wuppertal.

Mitgliedschaften

Wissenschaftliche Netzwerke und Arbeitskreise:
Arbeitskreis »Religion und Aufklärung«
DFG-Netzwerk »Confessio im Konflikt. Religiöse Selbst- und Fremdwahrnehmung im 17. Jahrhundert« (Antragsteller)
DFG-Netzwerk »Lutherische Orthodoxie revisited«
Steuerungs- und Redaktionsgruppe des GEKE-Studienprozesses »Theologie der Diaspora«
Kolloquien der Walter-Raymond-Stiftung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

Wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften:
Luther-Gesellschaft
Verein für Reformationsgeschichte
Verein für Rheinische Kirchengeschichte
Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie, Sektion Kirchengeschichte

Kirchliche Gremien und Einrichtungen:
Delegation der Evangelischen Kirche im Rheinland bei der GEKE-Regionalgruppe Nordwest
Experten-Netzwerk »Wirtschaft – Arbeit – Soziales« des Dezernats »Politik und Kommunikation« der Evangelischen Kirche im Rheinland
Fachgruppe »Sozialethik« der Evangelischen Kirche im Rheinland

Forschungsschwerpunkte

Theologie- und Institutionengeschichte protestantischer Übergangsgestalten der Vormoderne
Theologische Begriffsgeschichte
Historisch-theologische Wahrnehmungsforschung
Historisch-theologische Diaspora-Forschung
Kirchenrechts- und Theologiegeschichte der Ehe
Geschichte der christlich-theologischen Deutung von Sexualität
Geschichte der protestantischen Ordenshistoriographie
Geschichte der christlichen Bekenntnisbildung
Geschichte des Kirchenrechts

Veröffentlichungen (Auswahl):

Protestanten. Das Werden eines Integrationsbegriffs in der Frühen Neuzeit (Beiträge zur historischen Theologie 163), Tübingen 2011.
Martin Luthers Reformation der Ehe. Sein theologisches Eheverständnis vor dessen augustinisch-mittelalterlichem Hintergrund (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation Bd. 95), Tübingen 2017.
Johann Michael Sailer als Prediger und sein Verhältnis zur Aufklärung, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 110/2 (Juni 2013), S. 187-218.
Keine Irenik ohne Polemik. Konfessionelle Wahrnehmungsformationen am Beispiel des David Pareus, in: Malte van Spankeren, Christian Volkmar Witt (Hgg.), Confessio im Barock. Religiöse Wahrnehmungsformationen im 17. Jahrhundert, Leipzig 2015, S. 17-53.
Ordenshistoriographie aus protestantischer Perspektive. Zum Profil der Jesuitenforschung Heinrich Boehmers, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 127/1 (2016), S. 37-64.

Aktuelle Forschungsprojekte:

Konfessionskultur des Reformiertentums im Nord- und Ostseeraum

Im Zentrum dieses Kooperationsprojekts von Christian V. Witt und Kęstutis Daugirdas steht die Frage, ob sich angesichts der Pluralität des frühneuzeitlichen Reformiertentums ein spezifisches Profil reformierter Konfessionskultur bestimmten lässt. 

Marginalisierung durch Historiographie. Werden, Entwicklung und Wirkung der Kategorie »Orthodoxie«

Wer gilt christentumsgeschichtlich wann warum als »Orthodoxer«? Genauer: Was gilt in der auf die Frühe Neuzeit bezogenen protestantischen Historiographie wann warum als »Orthodoxie«? Dies sind die Kernfragen, denen Christian Witt mit seinem Heisenberg-Projekt nachgehen will. Dabei möchte er einerseits Beobachtungen aufnehmen, die in der angloamerikanischen Forschung unter »Construction of Orthodoxy« firmieren.