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Veranstaltungen

13.11.2017 19:00 Uhr

Öffentlicher Vortrag »Armut als Stigma, Armut als Not - gibt es Strukturen langer Dauer von Inklusion/Exklusion im Europa der Neuzeit?«
Referent: Prof. Dr. Lutz Raphael (Trier) Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Konferenzsaal, Alte Universitätsstr. 19, 55116 Mainz

Wie gehen europäische Gesellschaften mit Armut um? Lutz Raphael betrachtet in seinem Vortrag Faktoren, die den Umgang mit Armut in Europa geprägt haben. Hilfe für Arme, aber auch deren Missachtung, waren nicht allein abhängig von materiellem Wohlstand, sondern aufs engste verknüpft mit religiösen und politischen Ordnungsmustern sowie der Wahrnehmung sozialer Nähe, die Armut hervorruft. Die Geschichte der Armut in Europa ist deshalb auch eine Geschichte umstrittener Grenzziehungen zwischen Zugehörigkeit und Ausschluss von Menschen am Rand bzw. an den Rändern der Gesellschaft. Lutz Raphael ist Historiker im Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte und forscht an der Universität Trier. 2013 erhielt Raphael den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG für seine Forschungen zur Ideen- und Sozialgeschichte Europas sowie seine Analysen zu modernen Wissenschafts- und Expertenkulturen. Der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Lutz Raphael ist Teil der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema 2016/2017 »Europa und seine Ränder« am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und findet in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz statt.