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Veranstaltungen

25.04.2017 16:00 Uhr

Professor Nicholas Stargardt »Die subjektive Wende in der Geschichtsschreibung: Sozialgeschichte als Erfahrungsgeschichte«
Ort: Konferenzraum, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Alte Universitätsstraße 19, 55116 Mainz

Nicholas Stargardt ist Professor für Modern European History an der Universität Oxford. Seit 1993 hat er sich mit der Erfahrung von Menschen befasst, die während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland oder unter deutscher Herrschaft lebten. Unter seinen vielen Veröffentlichungen sind hier zwei Bücher besonders hervorzuheben. Witnesses of War: Children’s Lives under the Nazis (2005; dt.: Hitlers Krieg und die Kinder, Pantheon, 2007) war das erste Werk, das die Erfahrungen von Kindern mit sehr verschiedener sozialer Herkunft behandelte. Sie waren Deutsche, Juden, Polen, aus Erziehungsheimen, psychiatrischen Anstalten, Konzentrationslagern und der Kinderlandverschickung. Auf der Basis von Zeichnungen, Spielen, Briefen und Fürsorgeakten aus der Zeit werden Kinder nicht nur als Opfer des Krieges sondern gerade auch als soziale Akteure dargestellt. The German War: A Nation under Arms, 1939-45 (2015; Der deutsche Krieg, 1939-45, Fischer) beantwortet auf der Basis von zahlreichen Tagebüchern und Briefen Fragen, die so bislang nicht gestellt worden sind: Wofür glaubten die Deutschen zu kämpfen? Wie gelang es ihnen, trotz Niederlagen und zerbombter Städte durchzuhalten? Und wie konnten sie angesichts der wachsenden Gewissheit, an einem Völkermord teilzuhaben, weiter an die nationale Sache glauben? Der Eintritt ist frei.