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PD Dr. Kęstutis Daugirdas

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung für »Abendländische Religionsgeschichte«

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Zur Person:

*1973 in Kaunas, Litauen. 1993–1999 Studium der Evangelischen Theologie in Frankfurt/M und Mainz. Sein Vikariat absolvierte der reformierte Theologe in Litauen, wo er auch zum Pastor ordiniert wurde. Von 2001–2003 Stipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz. 2003–2010 Assistenzprofessur an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Von 2010–2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEG, von 2012–2017 Leiter des Projekts »Sozinianische Netzwerke und ihr Einfluss auf die europäische Frühaufklärung«.
2016 wurde er an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über den Sozianismus habilitiert. Seine Habilitationsschrift »Die Anfänge des Sozianianismus« ist in der Reihe »Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte« erschienen. Jetzt wissenschaftlicher Vorstand der Johannes-a-Lasco-Bibliothek.

Forschungsschwerpunkte:

Antitrinitarismus
Biblische Hermeneutik im 16. und 17. Jahrhundert
Wissenschaftliche Netzwerke in Europa im 16. und 17. Jahrhundert
Reformationsgeschichte in Polen-Litauen

Forschungsprojekte:

»Controversia et Confessio«. Quellenedition zur Bekenntnisbildung und Konfessionalisierung (1548–1580)

Das Forschungs- und Editionsprojekt »Controversia et Confessio« zählt seit 2007 zu den geisteswissenschaftlichen Langzeitprojekten der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und basiert auf einer bio-bibliographischen Datenbank, die auf der online-Plattform des Projekts vollständig durchsuchbar ist.

Konfessionskultur des Reformiertentums im Nord- und Ostseeraum

Im Zentrum dieses Kooperationsprojekts von Christian V. Witt und Kęstutis Daugirdas steht die Frage, ob sich angesichts der Pluralität des frühneuzeitlichen Reformiertentums ein spezifisches Profil reformierter Konfessionskultur bestimmten lässt. 

Sozinianische Netzwerke und ihr Einfluss auf die europäische Frühaufklärung

Das Projekt ging von der Arbeitshypothese aus, dass sozinianische Bibelhermeneutik und Anthropologie Entwürfe darstellen, die auf der Grundlage der allgemein-menschlichen Vernunft basieren und konfessionelle Differenzordnungen aufheben.