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Migration und Vergesellschaftung jenseits des nationalen Paradigmas. Eine relationale Geschichte der Ruhrpolen, 1860–1950

Das Projekt befasst sich mit dem Ruhrgebiet von 1860 bis 1950 als Region verdichteter europäischer Kontakte und Mobilität. Die Geschichte der Zugezogenen und die Geschichte der Gesellschaft im Ruhrgebiet sind so eng verbunden, dass sie sich nur in ihren vielseitigen Beziehungen und Wechselwirkungen verstehen lassen. Indem staatliche und kommunale Vertreter, Unternehmer, Repräsentanten der Kirchen, mobile und sesshafte Menschen Nähe und Distanzgrade von »ausländischen« und »preußischen Polen«, »Masuren« und »Volksdeutschen« bestimmten, verhandelten sie immer auch »eigene« Werte und Normen und deren gesellschaftlichen Stellenwert. In methodischer Hinsicht soll das Projekt ausgehend von Mobilität und Differenz einen Beitrag zur Neukonzeptionalisierung des Gesellschaftlichen leisten.