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Neuigkeiten

28.09.2018

Fabian Klose mit dem Carl-Erdmann-Preis ausgezeichnet
Fabian_Klose="margin-bottom:Für seine Habilitationsschrift »In the Cause of Humanity. Eine Geschichte der humanitären Intervention im langen 19. Jahrhundert« ist Fabian Klose vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) mit dem Carl-Erdmann-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen des Historikertags für herausragende Habilitationen aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft verliehen und ist mit 6.000 € dotiert.

Das lange 19. Jahrhundert war, so Fabian Kloses zentrale These, das Jahrhundert der humanitären Interventionen. Ein Jahrhundert, in dem die Idee des militärischen Schutzes humanitärer Normen an verschiedenen Schauplätzen entstand und sich im kolonialen und imperialen Kontext verfestigte, um schließlich Eingang in zentrale Völkerrechtstexte zu finden. Durch einen verflechtungsgeschichtlichen Ansatz zeichnet Klose Entwicklungen völkerrechtlicher Regelungen, die Umsetzung von Normen in der militärischen Praxis sowie den Wandel in Wertedebatten nach. Indem er zeigt, wie die Idee der humanitären Intervention zu einem festen Bestandteil der internationalen Politik wurde, leistet Klose einen grundlegenden Beitrag zur neuen Historiographie der internationalen Beziehungen, des internationalen Völkerrechts und des internationalen Humanitarismus im langen 19. Jahrhundert. Die Habilitationsschrift schließt ab mit einem Ausblick auf die Weiterentwicklung des Konzepts der humanitären Intervention im 20. und 21. Jahrhundert.
Der Preisträger:
PD Dr. Fabian Klose wurde mit der am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) entstandenen Arbeit im Jahr 2017 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitiert. Seit 2012 ist er Mitarbeiter in der Abteilung für Universalgeschichte am IEG in Mainz. Ab Oktober wird Klose an der LMU München eine Vertretungsprofessur im Fach Neuere und Neueste Geschichte übernehmen.