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Neuigkeiten

15.07.2020

Aktuell und gefragt: Rezension zu Till van Rahdens »Demokratie« - Buchvorstellung am 28.09. im IEG
Das IEG hat bereits zur Buchvorstellung von Till van Rahdens »Demokratie. Eine gefährdete Lebensform« am 28.9.2020 im IEG eingeladen. Wie aktuell das Buch gerade diskutiert wird, zeigt eine neue Rezension bei »sehepunkte«, einem renommierten Rezensionsjournal.
Rezensent Alexander Gallus schreibt: "Mit seinen pointierten historischen Schlaglichtern sensibilisiert Till van Rahden in gekonnter Weise dafür, worin soziale und kulturelle Voraussetzungen der Demokratie bestehen". Dass sie keine Erfolgsgarantie seien, schreibt Gallus ebenfalls. Wie die "gefährdete Lebensform" Demokratie gerettet werden könnte, darüber diskutieren der Autor und Historiker Till van Rahden und Historikerin Julia Angster am 28. September im IEG.

Buchvorstellung im Rahmen eines Gesprächs zwischen Till van Rahden und Julia Angster, Moderation Johannes Paulmann, Direktor am IEG, Abteilung für Universalgeschichte.

Da wir aufgrund des Corona-Virus den Einlass evtl. beschränken müssen, freuen wir uns über eine Anmeldung per Mail an info@ieg-mainz.de oder Telefon: 06131 / 39 393 50.

Der Eintritt ist frei.

Die liberale Demokratie galt uns lange als selbstverständlich. Nun steckt sie in der Krise. Immer deutlicher wird, dass die Demokratie fragil ist und der Pflege bedarf. Sie erschöpft sich nicht in Leitartikeln oder Talkshows, im Gang zur Wahlurne oder in Parlamentsdebatten. Sie ist nicht allein eine Herrschaftsform. Wollen wir mehr sein als unbeholfene Demokraten, so Till van Rahden, müssen wir die Umgangsformen pflegen, die Streitkultur stärken und die öffentlichen Räume ausbauen, die es uns gerade im Alltag ermöglichen, Gleichheit wie Freiheit zu erleben und demokratische Tugenden einzuüben. Demokratie erfahren wir auch im Park und im Schwimmbad, im Kindergarten und auf dem Spielplatz, in der Schule und in der Familie. Dieses Buch wirft Schlaglichter auf die Geschichte der Bundesrepublik, die ihre sozialen und kulturellen Voraussetzungen anschaulich machen.

Statt den Niedergang der Demokratie zu beklagen, gilt es, unser Bewusstsein für sie zu schärfen. Denn Demokratie ist nichts weniger als eine Lebensform.

Till van Rahden ist Historiker und lehrt Deutschland- und Europastudien an der Université de Montréal in Kanada.
Julia Angster ist Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim und Leiterin des Universitätsarchivs.

Kooperationspartner: Landeszentrale für politische Bildung, Rheinland-Pfalz