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Marianne Dhenin

Wiss. Mitarbeiterin, Leibniz-Kooperationsprojekt HISDEMAB
Raum: DvI 04-07, Diether-von-Isenburg-Str. 9-11, 55116 Mainz (Besucheranschrift)
Tel: +49 6131 39 2292 8

E-Mail


Zur Person:

Marianne Dhenin schloss ihr Grundstudium in Politik und Wirtschaft in den Vereinigten Staaten ab. Sie erwarb ihren Master-Abschluss in Recht und Justiz der Menschenrechte sowie ein Diplom in Nahost-Studien an der American University in Kairo. Seit 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) im Leibniz-Kooperationsprojekt HISDEMAB.

Forschungsschwerpunkte:

Kolonialismus
Queer- und Geschlechterstudien
Medizinische Geisteswissenschaften
Sozio-rechtliche Geschichte
Moderne Geschichte des Nahen Ostens

Veröffentlichungen (Auswahl)

Marianne Dhenin (2021) The Construction of Motherhood in Semi-Colonial Egypt, Australian Feminist Law Journal, 47:1, 9-26, DOI: 10.1080/13200968.2021.1923182.

Forschungsprojekte:

Hygienische Einhegung und die Konstruktion des modernen Ägypten (1883–1936)

Das Projekt verfolgt die zusammenhängende Entwicklung neuer Regelungen für öffentliche Gesundheit und Stadtplanung im Ägypten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und argumentiert, dass diese Regelungen dazu eingesetzt wurden, um neue räumliche Besitzansprüche und soziale Hierarchien zu schaffen, unter anderem rassische Hierarchien und Geschlechter- und Familien-Normen. Das Projekt untersucht, wie es mit Eingriffen wie dem Abbrennen von Wohnhäusern, dem Unterbringen von Menschen in Quarantänelager und der Einführung neuer Baunormen gelang, Räume und Körper, die als nicht-normativ – unnatürlich, ungesund oder unproduktiv – galten, zu überwachen und zu kontrollieren.
 

Selbstbestimmung unter der Besatzung? Die Formierung des modernen Ägypten (1879–1956)

Ägypten als international verflochtener Teil des britischen Empires, der arabischen Welt, der islamischen Reformbewegung und des (post-)osmanischen Raumes war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Treffpunkt mobiler Akteure sowie global zirkulierender Konzepte. Das am IEG angesiedelte Teilprojekt untersucht, wie globale Konzepte der Gesundheits- und Nationalisierungspolitik in lokale Kontexte umgesetzt wurden.