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Dr. Gregor Feindt

Wiss. Mitarbeiter, Abteilung für Universalgeschichte
Raum: 04-18, Diether-von-Isenburg-Str. 9-11, 55116 Mainz (Besucheranschrift)
Tel: +49 6131 39 39369
Fax: +49 6131 39 30154

E-Mail


Zur Person:

*1984 in Krefeld, seit April 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und seit November 2021 assoziiertes Mitglied im SFB 1482 Humandifferenzierung. Im akademischen Jahr 2015/2016 Vertretung der Juniorprofessur für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas mit Schwerpunkt Polen an der Universität Bremen.
2004–2009 Studium der Osteuropäischen und Neueren Geschichte sowie der Slavistik in Bonn und Krakau, 2009–2013 Promotionsstudium an der Universität Bonn mit einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, 2013 Abschluss der Promotion mit einer Dissertation zum politischen Denken im ostmitteleuropäischen Samizdat, ausgezeichnet mit dem Fritz Theodor Epstein-Preis 2014 des Verbands der Osteuropahistorikerinnen und –historiker und dem Johannes-Zilkens-Promotionspreis 2015 der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Forschungsschwerpunkte:

Transnationale Geschichte Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert, insbesondere Tschechoslowakei und Polen
Kulturgeschichte der industriellen Arbeit und social engineering
Europäische Erinnerung und Diskurse der Europäischen Dis/integration
Humandifferenzierung

Veröffentlichungen (Auswahl):

Auf der Suche nach politischer Gemeinschaft. Oppositionelles Denken zur Nation im ostmitteleuropäischen Samizdat: 1976–1992 (Ordnungssysteme 47), Berlin/Bosten: de Gruyter Oldenbourg 2015
Cultural Sovereignty beyond the Modern State. Space, Objects, and Media, hrsg. mit Bernhard Gißibl und Johannes Paulmann, Theme Issue: European History Yearbook 21 (2020), Open Access unter https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110679151/html
Kreisau | Krzyżowa. 1945–1989–2019 (Zeitbilder), [zweisprachige, deutsch-polnische Ausgabe], gemeinsam mit Waldemar Czachur, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019
Making and Unmaking Socialist Modernities. Seven Interventions into the Writing of Contemporary History on Central and Eastern Europe, in: European History Yearbook 19 (2018), S. 133–154, Open Access unter https://www.degruyter.com/downloadpdf/books/9783110581508/9783110581508-008/9783110581508-008.xml
Eine »ideale Industriestadt« für »neue tschechische Menschen«: Baťas Zlín zwischen Planung und Alltag, 1925–1945, in: Gregor Feindt/Bernhard Gißibl/Johannes Paulmann (Hrsg.): Kulturelle Souveränität – Politische Deutungs‐ und Handlungsmacht jenseits des Staates im 20. Jahrhundert (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte 112), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, S. 109–131

Forschungsprojekte:

»Neue Menschen« schaffen und werden. Rationalisierung, Subjektivierung und Materialität in Bat’as Industriestadt Zlín (1920–1950)

»Neue Menschen« schaffen und werden untersucht die Geschichte von Sozialexperimenten im Industriekapitalismus. Das tschechoslowakische Schuhunternehmen Baťa produzierte in Zlín billige Schuhe und übertrug die dabei entwickelten Rationalisierungslogiken auf die Vorstellung von leistungsfähigen Menschen, die als zwangsläufig und unverfügbar kommuniziert wurde. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft von 2020 bis 2023 gefördert.