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PD Dr. Manfred Sing

Assoziierter Wissenschaftler, Leibniz-Kooperationsprojekt HISDEMAB (The Historicity of Demoracy in the Arab and Muslim World)
Raum: 03-07, Diether-von-Isenburg-Str. 9-11, 55116 Mainz (Besucheranschrift)
Tel: +49 6131 39 39475
Fax: +49 6131 39 35326

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Zur Person:

*1966 in Aulendorf, Baden-Württemberg; 1994-2000 Studium der Islamwissenschaft, Soziologie und Neueren und Neuesten Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Universität Damaskus; 2005 Promotion in Islamwissenschaft an der Universität Freiburg; 2005-2007 Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg; 2007-2008 Post-Doc-Stelle im eigenen DFG-Projekt »Die Neuorientierung arabischer Post-Kommunisten im Nahen Osten nach 1989« an der Universität Freiburg; 2009-2012 Wissenschaftlicher Referent am Orient-Institut Beirut. Seit Februar 2013 am IEG tätig.

Mitgliedschaften:

Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient
Deutsche Morgenländische Gesellschaft (DMG)

Forschungsschwerpunkte:

Geschichte des Islams in der Neuzeit
Ideen- und Verflechtungsgeschichte
Religionsgeschichte und –soziologie
Islam in Europa
Marxismus in der arabischen Welt

Veröffentlichungen (Auswahl):

Against All Odds: How to Re-Inscribe Islam into European History, in: European History Yearbook 18 (2017), S. 129–161.
The Decline of Islam and the Rise of inḥiṭāṭ: The Discrete Charm of Decadence in 19th and 20th Century Language Games, in: Syrinx von Hees (Hg.): Inḥiṭāṭ – The Decline Paradigm: Its Influence and Persistence in the Writing of Arab Cultural History, Würzburg: Ergon 2017, S. 11–70.
Arab Self-Criticism after 1967 Revisited: The Normative Turn in Marxist Thought and its Heuristic Fallacies, in: Arab Studies Journal 25, 2 (2017), S. 144–190.
Pharaonische Hochkultur und islamischer Niedergang: Der Kampf um kulturelle Souveränität im Ägypten des 19. und 20. Jahrhunderts, in: Gregor Feindt, Bernhard Gißibl und Johannes Paulmann (Hg.): Kulturelle Souveränität. Politische Deutungs- und Handlungsmacht jenseits des Staates im 20. Jahrhundert, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, S. 133–164.
Dis/Connecting Islam and Terror: The “Open Letter to Al-Baghdadi” and the Pitfalls of Condemning ISIS on Islamic Grounds, in: Journal of Religious and Political Practice 2, 3 (2016): S. 296–318.

Forschungsprojekte:

Debatten über Staatsbürgerschaft und Säkularismus im halbkolonialen Ägypten

Dieses Projekt untersucht die Entstehung des modernen Ägypten am Beispiel öffentlicher Debatten über die Demokratie, Säkularismus und Staatsbürgerschaft. Das Forschungsvorhaben gehört zum IEG-Teilprojekt »Self-Determination under Occupation? The Formation of Modern Egypt (1879–1956)« des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Verbundprojektes »The Historicity of Democracy in the Arab and Muslim World« (HISDEMAB).

Säkularisierung in Ägypten zwischen Grenzüberschreitung und Grenzziehung

In dem Forschungsprojekt wird untersucht, auf welche Weise sich arabische Intellektuelle und Religionsgelehrte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit europäischen Religionsbegriffen auseinandersetzten. Bei der Auseinandersetzung mit dem Religionsbegriff ging es ihnen einerseits darum, negative Wertungen von außen gegenüber Muslimen, arabischen Gesellschaften oder dem Islam zurückzuweisen, und andererseits darum, nach innen Gesellschaftskritik zu üben und religiösen, sozialen und politischen Reformbedarf zu begründen.

Selbstbestimmung unter der Besatzung? Die Formierung des modernen Ägypten (1879–1956)

Ägypten als international verflochtener Teil des britischen Empires, der arabischen Welt, der islamischen Reformbewegung und des (post-)osmanischen Raumes war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Treffpunkt sowohl mobiler Akteure als auch global zirkulierender Konzepte. Das im Leibniz-Kooperationsprojekt HISDEMAB angesiedelte IEG-Projekt untersucht vor diesem Hintergrund, wie globale Konzepte der Gesundheits- und Nationalisierungspolitik in lokale Kontexte umgesetzt wurden, wobei unterschiedlich mobile Akteure ihre Zugehörigkeit zur Moderne, aber auch zu ihrem lokalen Kontext neu verhandelten.