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Veranstaltungen

25.02.2019 - 27.02.2019

»Die Tobac und Caffée als 5te Element Bey alle Leipsigk Leut iß tägligk Tractement.«
Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg | IWH, Hauptstraße 242, 69117 Heidelberg

In den letzten knapp zwei Jahrzehnten hat international innerhalb der Frühneuzeitforschung die Erforschung von Soziabilität methodisch und durch die stärkere Berücksichtigung sozialer Praktiken für die Gemeinschaftsbildung an Profil gewonnen. In der deutschsprachigen Forschung wurden diese Entwicklungen jedoch bisher kaum reflektiert. Im Rahmen der Tagung sollen die Ergebnisse internationaler Forschungen zur Soziabilität auf ältere und jüngere Studien zur frühneuzeitlichen Geselligkeit in Deutschland bezogen werden. Überprüft wird, inwiefern die Ergebnisse der internationalen Forschung sich beim exemplarischen Blick auf das Reich bestätigen. Das scheint geboten, weil die internationalen Studien die Kulturgeschichte des Reichs bisher kaum berücksichtigen. Ergänzend zur bereits in Ansätzen auf den Weg gebrachten Erforschung der Geselligkeit in Barock und Aufklärung wird das Reformationszeitalter in den Blick genommen. Um präzise und sozialhistorisch vergleichbare Ergebnisse zu gewinnen, wird sich die Tagung auf die Geschichte der Geselligkeit und ihrer Praktiken – lokal konzentriert – im Leipzig der frühen Neuzeit von der Reformation bis zum Vorabend der Französischen Revolution konzentrieren. Die sächsische Metropole bietet sich dafür aufgrund ihrer Bedeutung als Handelsmetropole und Universitätsstadt – in der Interaktion mit dem Sitz des sächsischen Hofes in Dresden sowie benachbarten Universitätsstädten wie Jena und Wittenberg – besonders an. Von der Konzentration auf einen Ort versprechen sich die Veranstalter, möglichst konkrete, historisch belegte Aussagen über den historischen Wandel von Geselligkeit zu treffen. Das soll zugleich am historischen Beispiel historisch konkrete Aussagen über das die Geselligkeit begleitende Konsumverhalten und die mit ihren korrespondierenden, konfessionell geprägten Moralvorstellungen erlauben. Veranstalter: Prof. Dr. Kai Bremer (Institut für Germanistik / Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Universität Osnabrück) PD Dr. Christopher Voigt-Goy (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz) Prof. Dr. Dirk Werle (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg) Gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung. TAGUNGSORT Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg | IWH Hauptstraße 242 69117 Heidelberg KONTAKT Universität Heidelberg Germanistisches Seminar Hauptstraße 207-209 69117 Heidelberg Tel +49 6221 54-3201 anne.leinberger@gs.uni-heidelberg.de ANMELDUNG Um Anmeldung wird gebeten bis zum 17. Februar 2019 anne.leinberger@gs.uni-heidelberg.de Wissenschaftliche Veranstaltung für ein interessiertes Fachpublikum. Um Anmeldung wird gebeten.