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Neuigkeiten

07.04.2021

»An den Rand gedrängt – den Rand gewählt« von Henning P. Jürgens und Christian V. Witt (Hrsg.) erschienen
Der Band geht zurück auf die XIV. Frühjahrstagung zur Geschichte der Wittenberger Reformation; mit Beiträgen u.a. von IEG-Direktorin Irene Dingel und IEG-Mitarbeitenden Henning P. Jürgens, Jan-Martin Lies, Markus Müller, Stanislau Paulau, Christopher Voigt-Goy und Christian V. Witt.
Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie, Band 41.

Mit der Reformation kam es im lateineuropäischen Christentum zu einem religiösen Pluralisierungsimpuls ungekannten Ausmaßes. Diese Pluralisierung vollzog sich auf Seiten der Akteure nicht unreflektiert, sondern fand auf der Ebene von Selbst- und Fremdwahrnehmung gedankliche Verarbeitung und theologische Vertiefung – und zwar auch durch die dabei Ausgegrenzten bzw. Marginalisierten.

Der vorliegende Band will Marginalisierungsprozesse, die im 16. und 17. Jahrhundert von politischen oder theologischen Akteuren ausgelöst wurden, in interdisziplinärem Zugriff exemplarisch erfassen und dabei die Bandbreite der dahinter liegenden Wahrnehmungsmuster ausleuchten. Motive, Rahmenbedingungen und Ausgangspunkte von Marginalisierungsprozessen werden dazu genauso in den Blick genommen wie Instrumente, Medien und Strategien, mittels derer Marginalität erzeugt und wahrnehmbar gemacht wurde.