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Interviewreihe: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Stipendiatinnen und Stipendiaten des IEG im Porträt

Im Rahmen der Fernsehlehrredaktion (WS 2016/17) des Journalistischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde die bereits im vergangenen Jahr begonnene Porträtreihe fortgesetzt, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Stipendiatinnen und Stipendiaten des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) vorstellt.
Die Forschenden präsentieren ihre aktuellen Projekte und sprechen über ihre Arbeit am IEG und ihren Aufenthalt in Mainz. Auf diese Weise wird die Forschungstätigkeit des IEG einer interessierten Öffentlichkeit näher gebracht. Künftige Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten Einblick in das Institutsleben und eine Orientierung für ihre eigene berufliche Entwicklung.

In der ersten Folge spricht der Wissenschaftler Thomas Weller über sein Forschungsthema »Kulturelle Differenz und frühneuzeitliche Außenbeziehungen. Die spanische Monarchie und die Hansestädte (ca. 1570–1700)«. Er gibt Einblick in seinen wissenschaftlichen Werdegang, seine Arbeit am IEG und seine Verbindung zu Spanien.

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Seit 2008 arbeitet Thomas Weller als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEG. In seinem Forschungsprojekt »Kulturelle Differenz und frühneuzeitliche Außenbeziehungen. Die spanische Monarchie und die Hansestädte (ca. 1570–1700)« untersucht er den Antisklavereidiskurs im Übergang vom Ancien Régime zur Moderne unter besonderer Konzentration auf den spanischsprachigen Raum.In dem Video spricht er über seine Verbindung zu Spanien, zu Flüssen und Meeren und über seine Arbeit als Historiker am IEG.

 
Filme, die  im Rahmen der Fernsehlehrredaktion (WS 2015/16) des Journalistischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entstanden sind:
Johanna Blume:
Die letzten drei Jahre promovierte Johanna Elisabeth Blume im Rahmen eines Stipendiums der Universität des Saarlandes in Saarbrücken im Bereich »Geschichte der Frühen Neuzeit«. Jetzt, in der letzten Phase ihres Dissertationsthemas »Lebenswelten und soziale Praktiken von Kastratensängern 1700–1840«, nutzte sie die Möglichkeit, mithilfe eines Abschlussstipendiums des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz ihre Forschungsarbeit fertigzustellen.
Als positiv empfindet sie den regen Austausch innerhalb des Instituts, den freien Zugang zur Bibliothek und den Komfort, den ihr das IEG bietet. Außerdem ist sie begeistert von der schönen Mainzer Altstadt und der Nähe zum Rhein, sowie der Tatsache, dass trotz der Größe der Stadt vieles fußläufig zu erreichen ist.


Elsa Duval:
Seit Juli 2013 ist Elsa Duval wissenschaftliche Mitarbeiterin am IEG. Ihr aktuelles Forschungsprojekt lautet Europäisches Erbe auf der Weltbühne: Der Aachener Dom, westdeutsche Geschichtspolitik und die Anfänge der UNESCO Welterbe Liste
Elsa Duval studierte zunächst Geschichte und Soziologie an der Universität Bielefeld, ihren Master machte sie später in Paris. Es folgten Stationen an der Universität Columbia in New York und an der Fakultät für Fremdsprachen an der Tamkang University in Taiwan. Ihr Projekt ist angegliedert an das Forschungsprojekt Europäisches Erbe auf der Weltbühne: Der Aachener Dom, westdeutsche Geschichtspolitik und die Anfänge der UNESCO Welterbe Liste.


Fabian Klose:
Dr. Fabian Klose ist seit November 2012 am Leibniz–Institut für Europäische Geschichte als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und forscht zu seinem Projekt »Humanitäre Intervention, internationale Öffentlichkeit und die Internationalisierung humanitärer Normen im 19. Jahrhundert«.
Zusätzlich zu seiner Forschungsarbeit ist Klose einer der Initiatoren der »Global Humanitarianism Research Academy«, deren vorrangiges Ziel es ist, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das humanitäre Weltgeschehen als zentrales Forschungsthema behandeln, in einem internationalen Netzwerk zusammenzubringen


Marie-Christin Lux:
Ihr Bachelorstudium führte Marie-Christin Lux zunächst nach Konstanz an den Bodensee, mit darauffolgendem Master-Studium in Paris und Heidelberg. Für ihre Dissertation  mit dem Thema »Als Jude, als Frau, als Intellektueller – Die Vielstimmigkeit von Kriegserfahrungen in den Korrespondenzen jüdischer und nicht-jüdischer Ehepaare in Frankreich (1914–1918)« ging sie nach Berlin, wo sie auch die letzten drei Jahre gelebt hat.
Kriegserfahrungen möchte die Doktorandin aus einer anderen Perspektive als der herkömmlichen betrachten. Nicht der Soldat im Schützengraben ist bei ihr der Hauptakteur, sondern die Zivilbevölkerung.
Das Institut ist für sie nicht nur ein Ort mit idealen Arbeitsbedingungen, Marie-Christin Lux schätzt den vertrauten Umgang mit Kolleginnen und Kollegen ebenso wie das kulturelle Angebot der Stadt.


Esther Möller
Mit ihrem Projekt »Humanitäres Handeln im Spannungsfeld von Kolonialismus, Nationalismus und Dekolonisation: Der Ägyptische Rote Halbmond (1882–1956)« verfolgt Esther Möller das Ziel, anhand des Ägyptischen Roten Halbmondes die Spezifika humanitären Handelns im außereuropäischen Kontext zu untersuchen. Esther Möller ist seit November 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (2013-2014 Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung, seit April 2014 Förderung durch die DFG); seit 2011 Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Mainz und seit 2015 Projektleiterin des Forschungsprojekts »Roter Halbmond« am IEG.



John Carter Wood
Der gebürtige Chicagoer John Carter Wood war bis 2001 Visiting Lecturer an der University of Maryland, College Park, bevor er 2001 nach Deutschland kam. Seit 2011 ist er am IEG als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Sein Forschungsthema lautet: Christliche Ordnungsentwürfe in Großbritannien als Reaktion auf die europäischen Krisen der Zwischenkriegszeit.
Sein Forschungsgebiet umfasst u.a. die europäische Kriminalitäts- und Justizgeschichte der Neuzeit. In seinem 2012 erschienenen Buch »The Most Remarkable Woman In England: Poison, Celebrity and the Trials of Beatrice Pace« schildert er den Fall einer Frau, die des Giftmordes an ihrem Ehemann angeklagt wird und deshalb zum Medienstar avanciert.
In seiner Freizeit liest John Carter Wood leidenschaftlich gerne, ist ein großer Film – Fan und spielt Gitarre, durchaus auch einmal gerne selbst komponierte Lieder. Der Rhein stellt für den begeisterten Sportler eine ideale Kulisse für regelmäßiges Lauftraining dar. In Deutschland möchte Wood sehr gerne dauerhaft bleiben, auch wenn er nach wie vor das klassische American Diner doch vermisst.