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Dr. Sarah Panter

Wiss. Mitarbeiterin, Abteilung für Universalgeschichte. Sprecherin in FoBe 3 »Mobilität und Zugehörigkeit«
Raum: 05 305
Tel: +49 6131 39 39363
Fax: +49 6131 39 35326

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Zur Person:

*1982. Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und der Politikwissenschaft in Freiburg (2003-2008) und Ann Arbor, USA (2005-2006), Promotionsstudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (2009-2012) mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und einem Abschlussstipendium am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz. Promotion 2013 in Freiburg.

Wissenschaftliche Assistentin am Historischen Seminar der Universität Freiburg (Sommersemester 2009), Bernard and Audre Rapoport Fellow an den American Jewish Archives, Cincinnati, USA (Januar/Februar 2011), seit April 2013 am IEG tätig, zunächst als Forschungsreferentin (Mai 2013-April 2014), seit Mai 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit 2016 Lehrbeauftragte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Elternzeit März bis Oktober 2017 und April 2018.

Forschungsschwerpunkte:

Jüdische Geschichte in Europa und den USA im 19. und 20. Jahrhundert
Ethnische und religiöse Minderheiten im Ersten Weltkrieg
Transatlantische Migration
Geschichte der europäischen Revolutionen von 1848/49 in ihren globalen Bezügen
Transnationale Biographien
Vergleich, Transfer und Verflechtung
Digital humanities und Mobilitätsforschung

Mitgliedschaften:

Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA)
European Network in Universal and Global History (ENIUGH)
Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD)

Veröffentlichungen (Auswahl):

Processing the Revolutionary Past: The Transatlantic Marriage of Mathilde and Fritz Anneke, in: Nikolaus Katzer et al. (Hrsg.): Revolutionary Biographies in the 19th and 20th Century. Imperial – Inter/national – Decolonial, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2020. (im Erscheinen)
Between Inclusion and Exclusion: The Experiences of Jewish Soldiers in Europe and the USA, 1914–1918, in: Edward Madigan und Gideon Reuveni (Hrsg.): The Jewish Experience of the First World War, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2019, S. 159–181.
Neutral Spectators from a Distance? American Jews and the Outbreak of the First World War, in: Religions 9 (2018), S. 1–17, https://doi.org/10.3390/rel9070218 [=Special Issue „The American Jewish Experience, ed. by Eli Lederhendler] (Open Access)
Mobility and Biography, hrsg. v. Sarah Panter (= Jahrbuch für Europäische Geschichte / European History Yearbook, Bd. 16 (2015)), München: De Gruyter 2016. (Open Access)
Jüdische Erfahrungen und Loyalitätskonflikte im Ersten Weltkrieg, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014 [=Dissertation].


Forschungsprojekte:

»Cosmobilities« – Grenzüberschreitende Lebensläufe in den europäischen Nationalbiographien des 19. Jahrhunderts

Zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 wurde am IEG die einjährige Machbarkeitsstudie »Cosmobilities« durchgeführt. Die gemeinsame Projektleitung lag bei Johannes Paulmann und Margit Szöllösi-Janze (München); bearbeitet wurde das von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Projekt am IEG von Sarah Panter.

Transatlantische Familien. Die Leben deutscher Revolutionsflüchtlinge, 1848/49–1914

Das Forschungsvorhaben geht über die bislang vorherrschende ideen- und nationalgeschichtliche Deutung der Leben deutscher Revolutionsflüchtlinge nach 1848/49 in dreifacher Weise hinaus: Erstens erfasst es ihre grenzüberschreitenden Leben als Migrationsbiographien und erklärt Selbstverständnis und Handlungskompetenz der Akteure aus der Erfahrung von transatlantischer Mobilität. Dadurch schreibt das Projekt sich explizit in das interdisziplinäre Forschungsfeld der mobility studies ein. Zweitens analysiert es die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen des Mobilitätsprozesses. Hierbei hebt es die zentrale Bedeutung familialer Netzwerke für die Handlungskompetenz der Akteure hervor und überschreitet so etablierte nachrevolutionäre Zäsuren, wie den amerikanischen Bürgerkrieg oder die Reichsgründung von 1871. Drittens nimmt das Vorhaben die Kinder von Revolutionsflüchtlingen in den Blick. Dadurch eröffnet es einerseits temporal eine erweiterte Perspektive auf die Wirkungsgeschichte der Revolution und untersucht andererseits ihre transatlantische Hinterlassenschaft jenseits der Kategorien von Flucht, Exil oder Rückkehr.