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Den Krieg überleben: Alltag in Odessa unter rumänischer und deutscher Besatzung (1941–1944)


Zwischen 1941 und 1944 stand die Hafenstadt Odessa, ebenso wie die Region Transnistrien zwischen den Flüssen Dnjestr und Bug, unter rumänischer und deutscher Besatzung. Für die Bevölkerung bedeutete dies einen Alltag geprägt von Nahrungsmangel, zahlreichen Einschränkungen und Gewalt. Besonders die jüdische Bevölkerung war von Verfolgung und Massakern betroffen. Gleichzeitig entwickelten viele Menschen Überlebensstrategien – von alltäglicher Anpassung bis hin zu Formen stillen wie auch aktiven Widerstands. Der Vortrag zeigt, wie sich Besatzungspolitik und Lebensrealität in Odessa überschnitten und wie die Stadt zum Schauplatz von Terror, aber auch von menschlicher Resilienz wurde.

Prof. Dr. Svetlana Suveică hat Geschichte und Geschichtsdidaktik an der Fakultät für Geschichte und Philosophie der Moldauischen Staatlichen Universität in Chișinău, Republik Moldau studiert und 1999 an der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iaşi, Rumänien promoviert. Es folgte 2022 die Habilitation an der Universität Regensburg. Sie ist Projektkoordinatorin am Department für Interdisziplinäre und Multiskalare Area Studies (DIMAS) der Universität Regensburg. Zurzeit bearbeitet sie ein Forschungsprojekt zum Thema „Ungewisse Souveränitäten: Macht, Wirtschaft und Mobilität in den grenzüberschreitenden Regionen Eurasiens zwischen dem späten 19. Jahrhundert und dem Zweiten Weltkrieg“. Zu ihren Publikationen zählen u.a. die Monographien: Basarabia în primul deceniu interbelic (1918–1928): modernizare prin reforme [Bessarabien im ersten Jahrzehnt der Zwischenkriegszeit (1918–1928): Modernisierung durch Reformen], Chişinau: Pontos, 2010; (Post-)imperial Encounters: Transnational Designs of Bessarabia in Paris and Elsewhere, 1917–1922. Berlin, Boston 2022.