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"Das Dissertationsprojekt untersucht in einer vergleichenden Analyse die Auswirkungen von Angst und Sicherheitsregimen auf die koloniale Herrschaft in Jamaika und Saint-Domingue zwischen 1756 und 1807. Im Fokus steht dabei die weiße Pflanzerelite, die Angst als politische Ressource instrumentalisierte, um Autonomiebestrebungen gegenüber den Metropolen durchzusetzen und auf Bedrohungen wie Sklavenaufstände oder imperiale Kriege zu reagieren. Durch die Verknüpfung von atlantischer Verflechtungsgeschichte und Emotionsgeschichte wird erklärt, warum die beiden Kolonien trotz ähnlicher Ausgangslagen unterschiedliche Pfade einschlugen, die in der haitianischen Unabhängigkeit beziehungsweise dem Erhalt der britischen Herrschaft mündeten." |