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Neuerscheinung »Einheit und Vielheit – Europa pluralisieren? Ordnungsmodelle und Pluralisierung«


Herausgegeben von Irene Dingel, Beiheft 135, Band 1
Erste Neuerscheinung in der mehrteiligen Sonderreihe »Ein Europa der Differenzen« innerhalb der Veröffentlichung des Instituts für Europäische Geschichte Mainz

In der Reihe der Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz erscheint eine mehrteilige Serie von Sammelbändern, die aus der Konferenzreihe »Ein Europa der Differenzen – Pluralisierung, Provinzialisierung und Säkularisierung Europas in der Neuzeit« (November 2020 bis April 2022) entstanden sind. Mit diesen Tagungen wurde das laufende Forschungsprogramm »Umgang mit Differenz im Europa der Neuzeit« resümiert und neue Forschungsperspektiven aufgezeigt. Der Teilnehmer:innenkreis setzte sich aus internationalen Wissenschaftler:innen sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen des IEG zusammen.

»Einheit und Vielheit – Europa pluralisieren? Ordnungsmodelle und Pluralisierung«, hg. von Irene Dingel, gehört zum ersten Teil dieser Konferenzreihe und bildet den Auftakt des Ganzen. Hier wird der europäische Umgang mit Differenz in Bezug auf religiöse Vielfalt in den Blick genommen. Einheit und Vielheit als Grundsignatur Europas wird dabei als eine dichotome Gegenüberstellung behandelt, die jedoch in einer interdipenten Beziehung zueinander stehen.
Die Brennpunkte liegen auf den Fragen des Umgangs mit Ungleichheit und Alterität in Europa, die sich seit der Frühen Neuzeit in besonders dynamischer Weise auf allen Ebenen des sozialen, kulturellen und religiösen Lebens bemerkbar machten. So werden zum Beispiel Punkte beleuchtet wie: Welche Formen von Regulierung oder Begrenzung des Andersartigen wurden gefunden? Oder: Inwiefern trug Eingrenzung von Differenz auch dazu bei, Pluralität nicht aufzuheben, sondern dauerhaft zu bewahren und sogar herzustellen?
Die Beitragenden des Bandes beschäftigen sich mit dem oft spannungsgeladenen Wechselspiel von erstrebter Einheit und – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – fortdauernder Vielheit. Unter der Perspektive auf »Ordnungsmodelle und Pluralisierung« werden historische Verfahren im Umgang mit religiöser Vielfalt oder (religions-)politischer Differenz in den Blick genommen. Es wird untersucht, inwiefern man versuchte, Unterschiede durch Integration bzw. Marginalisierung oder durch Versöhnung wie auch ökumenische Ansätze zu überwinden und unter welchen Bedingungen sich Duldung, Akzeptanz, auch Wertschätzung der Vielheit und des Differenten (im Laufe der Zeit) entwickelten.

Die Herausgeberin
Prof. Dr. Dr. h.c. Irene Dingel war bis März 2022 Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte und ist gegenwärtig Seniorforschungsprofessorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz.

Irene Dingel (Hg.), Einheit und Vielheit – Europa pluralisieren? Ordnungsmodelle und Pluralisierung
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz – Beiheft 135,
1. Auflage 2022, 102 Seiten, gebunden, Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-525-57145-3, eISBN: 978-3-666-57145-9,
Open Access: https://doi.org/10.13109/9783666571459

Kontakt:
Friederike Lierheimer, +49 (0)6131 3930076, lierheimer@ieg-mainz.de
Dr. Juliane Schwoch, +49 (0)6131 3939343, schwoch@ieg-mainz.de