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Die Theorie der Wahrheitszeugen als historiographische Explikation der reformatorischen Neuinterpretation des religiösen Wertesystems

Aus ihrer neuen Interpretation des religiösen Wertesystems leiteten die Reformatoren eine Konzeption der Kirchengeschichte ab, die das Intervall zwischen der „purior antiquitas“ und deren Wiederherstellung im 16. Jahrhundert als Verfallszeit bestimmte, in der die wahre Kirche nur durch einzelne „Zeugen der Wahrheit“ repräsentiert wurde. Diese avancierten alsbald zu einem bevorzugten Gegenstand der konfessionellen Geschichtsschreibung. Das Projekt zielte auf eine transnationale und transkonfessionelle Rekonstruktion der Zeugentheorie in der Reformationszeit und im konfessionellen Zeitalter. Nach der Berufung des Bearbeiters auf eine Professur an die Universität Marburg wurde es dort in Kooperation mit dem IEG weitergeführt.

Projektlaufzeit: 2007
Projektbeteiligte:
  • Wolf-Friedrich Schäufele