Das Teilprojekt im SFB 1482 Humandifferenzierung untersucht die Bedeutung von europäischen Geflüchteten für den Transfer von Personenkategorien (z.B. „refugee“, „Sh‘erit ha-Pletah“, „Holocaust-Opfer“) zwischen umstrittenen Räumen des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die vor Verfolgung und Weltkrieg in die britisch beherrschten Gebiete in Südasien und dem Nahen Osten flohen. Nach 1945 positionierten sie sich in verschiedenen Räumen. Ein Teil dieser Menschen blieb in den neu entstehenden Staaten Indien, Pakistan und Israel, während andere nach Europa (v.a. Großbritannien, Ost- und Westdeutschland) zurückkehrten oder anderswohin weiterzogen. Methodisch-konzeptionell fächert das Projekt die Wechselwirkungen von Selbst- und Fremdzuordnungen mit Konflikten über Räume auf. Es trägt so zu einer europäischen Gesellschaftsgeschichte „von unten“ bei.
- Anne Friedrichs (principal investigator)
- Melanie Falzetta (research associate)
- N.N. (research associate)
- Julia Müller (student assistant)