Ausschreibung
Unter dem Motto „Write East“ ermöglicht das Stipendienprogramm des Leibniz-Forschungsnetzwerks Östliches Europa Medienschaffenden mit Interesse am östlichen Europa einen intensiven Gastaufenthalt an einem der unten aufgeführten Institute. Zudem können Besuche an anderen Instituten des Netzwerks organisiert werden. Der Aufenthalt wird im Jahr 2026 stattfinden und ist von der Leibniz-Gemeinschaft finanziert.
Ziel des Aufenthalts ist die Entwicklung eines Netzwerks mit versierten und aufstrebenden Experten/Expertinnen, die sich mit dem östlichen Europa aus der Perspektive verschiedenster Disziplinen beschäftigen. Während des Aufenthalts gewinnen die Teilnehmenden Einblicke in Forschungsergebnisse und -methoden, in Arbeitsweisen und -alltag der Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler.
Das Stipendium
Als Stipendiat/Stipendiatin des Leibniz-Forschungsnetzwerks Östliches Europa erhalten Medienschaffende, die zum östlichen Europa arbeiten oder künftig arbeiten wollen, die Möglichkeit, für eine Woche in die Forschung sowie die Region einzutauchen und ein persönliches Netzwerk zu prominenten und aufstrebenden Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern mit ausgewiesener Expertise zum östlichen Europa aufzubauen. Im Rahmen des Stipendiums soll ein selbst gewähltes Rechercheprojekt mit Bezug zum östlichen Europa an einem oder mehreren Instituten des Forschungsnetzwerks realisiert werden. Dazu werden die Stipendiatinnen/Stipendiaten aktiv in den wissenschaftlichen Institutsalltag eingebunden. Das Forschungsnetzwerk vermittelt zudem Kontakte zu Forschenden des Netzwerks und ermöglicht die Teilnahme an in-
ternen und externen Veranstaltungen der beteiligten Institute sowie die freie Nutzung aller vorhandenen Recherchequellen.
Eckpunkte des Stipendiums
• Die Aufenthaltsdauer kann individuell vereinbart werden; wünschenswert ist ein Aufenthalt von einer Woche an einem der beteiligten Institute. Besuche an anderen Instituten werden unterstützt.
• Die Stipendienhöhe beträgt 850 Euro. Weiterhin wird eine Fahrtkostenpauschale von 150 Euro gewährt.
• Sie recherchieren zu einem selbstgewählten Projekt mit Bezug zu den Forschungsarbeiten der gastgebenden Einrichtung.
• Die gastgebende Einrichtung entwickelt gemeinsam mit Ihnen ein intensives Programm, bei dem Sie in Gespräche, Konferenzen, Lehrveranstaltungen und in die Forschungsarbeit der Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen einbezogen werden.
Leibniz-Forschungsnetzwerk Östliches Europa
Die Leibniz-Gemeinschaft vereint eine vielfältige Kompetenz zur osteuropabezogenen Forschung in der deutschen außeruniversitären Wissenschaft. Zahlreiche Leibniz-Institute forschen seit Jahrzehnten kontinuierlich zum östlichen Europa und pflegen enge Kooperationen mit Partnerinnen/Partnern der Region. Seit 2015 kooperieren 24 Leibniz-Institute disziplinenübergreifend im Leibniz-Forschungsnetzwerk Östliches Europa. Regional umfasst das Portfolio Institute des Netzwerks die östlichen Mitglieder der Europäischen Union ebenso wie die südosteuropäischen EU-Beitrittskandidaten, die Ukraine, die Republik Moldau, Belarus sowie die Staaten des Kaukasus und Zentralasiens. Zudem finden Forschungen zu Russland statt, wohin aber die Beziehungen seit Beginn der Totalinvasion eingefroren sind. Beteiligte Disziplinen sind Geistes- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Umwelt, Agrar- und Klimaforschung, die Gesundheitsforschung sowie Bildungs- und Technikwissenschaften.
Als gastgebende Institute für das Stipendienprogramm 2026 sind folgende Leibniz-Institute eingebunden:
• Leibniz-Institut für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig
• Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (HI), Marburg
• Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz
• Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL), Leipzig
• Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden
• Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin
Mehr Informationen finden sich auf der Homepage des Leibniz-Forschungsnetzwerks Östliches Europa sowie auf den Websites der einzelnen Forschungseinrichtungen.
Bewerbung
Bewerbungen von Medienschaffenden und Kreativen aller Medienformate sind willkommen.
Bewerber/Bewerberinnen wählen eins der sechs teilnehmenden Institute und richten ihre Bewerbung direkt an das jeweilige Institut. Eine gleichzeitige Bewerbung an mehreren Instituten ist ausgeschlossen.
Es wird erwartet, dass sich Bewerberinnen/Bewerber eingehend mit den Forschungsprofilen der beteiligten Institute auseinandersetzen. Da an einigen Instituten Englisch Verkehrssprache ist, sind in diesen Fällen sehr gute Englischkenntnisse erforderlich.
Sie bewerben sich um ein Stipendium im Jahr 2026. Der genaue Aufenthaltszeitpunkt kann von Ihnen in Abstimmung mit der jeweiligen Bewerbungskommission frei vereinbart werden.
Bewerbungen mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und 2 Arbeitsproben sind bis zum 07. April 2026 möglich.
Ihre Bewerbung für ein Stipendium richten Sie in einem PDF-Dokument bitte unter Angabe des Betreffs „WRITE EAST-Stipendium“ an eine der folgenden Adressen:
• Leibniz-Institut für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig
foerderung@leibniz-gwzo.de
• Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (HI), Marburg
mail@herder-institut.de
• Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz
fellowship@ieg-mainz.de
• Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL), Leipzig
personal@leibniz-ifl.de
• Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden
jobs@ioer.de
• Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin
zmo@zmo.de
Die Institute verfolgen das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern und fordern deshalb nachdrücklich Frauen zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.
Mit Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Leibniz-Forschungsnetzwerks Östliches Europa:
Dr. Magda Wlostowska,
Mail: lfn_oestliches_europa@leibniz-gwzo.de
Tel.: 0341-234 264 37
Hinweise zum Datenschutz
Ihre personenbezogenen Daten werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens innerhalb des Instituts, an das sie Ihre Bewerbung gerichtet haben, verarbeitet. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für das hier ausgeschriebene Stipendien Programm verarbeitet. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist Art. 6 (1) b) der EU Datenschutz Grundverordnung (DS GVO). Verantwortliche/r für das Bewerbungsverfahren ist die/der in dieser Ausschreibung oben angegebene Adressat*in der Bewerbung. Ihre personenbezogenen Daten werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens innerhalb des Institutes weitergegeben an
• Mitglieder der Auswahlkommission,
• die Personalverwaltung,
• die/den Gleichstellungsbeauftragte/n,
• die/den Inklusionsbeauftragte/n und
• den Betriebsrat
im Rahmen ihrer organisatorischen bzw. gesetzlichen Zuständigkeit.
Ihre personenbezogenen Daten werden spätestens sechs Monate nach Abschluss des Auswahlverfahrens gelöscht. Nach der DS GVO stehen Ihnen gegenüber der Adressatin/dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS GV0); Datenlöschung (Art. 17 DS GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS GVO). Bei Fragen können Sie sich an die/den Datenschutzbeauftragte/n des Instituts, bei dem Sie sich bewerben, wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht bei den öffentlich bestellten Datenschutzbeauftragten im gesamten Bundesgebiet. Diese leiten Ihre Beschwerde an die zuständige Aufsichtsbehörde weiter.