Im Vorfeld des Mainzer Wissenschaftsmarkt lädt die Mainzer Wissenschaftsallianz am 11. September zum Schulfreitag ein. Schulgruppen aus allen Altersstufen erleben und entdecken Wissenschaft hautnah.
Auch das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) beteiligt sich am Schulfreitag mit zwei Veranstaltungen, die von PD Dr. Sabina Ferhadbegovic und Dr. Sofia Baroncinis gestaltet werden.
PD Dr. Sabina Ferhadbegovic’s Veranstaltung erzählt von Frauen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft Verfolgten halfen. Sie organisierten Verstecke, unterstützten Fluchten und arbeiteten in geheimen Netzwerken zusammen. An Beispielen aus mehreren europäischen Ländern wird gezeigt, wie wichtig Mut, Vertrauen und gegenseitige Hilfe waren. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Widerstand viele Formen haben kann und dass auch kleine Taten für andere Menschen sehr wichtig sein können.
Dr. Sofia Baroncinis Aktvität basiert auf den Digital Humanities, einem interdisziplinären Forschungsgebiet, das Geisteswissenschaften und Informatik miteinander verbindet. Ziel der Veranstaltung ist es, den Schüler:innen anhand eines Spiels ein komplexes Konzept aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz näherzubringen: Wie kann ein Computer die Bedeutung komplexer Konzepte – beispielsweise aus dem Bereich der Geisteswissenschaften – verstehen, ohne auf Millionen von Daten zurückgreifen zu müssen (wie es bei großen Sprachmodellen der Fall ist)? Wie kann ein Computer beispielsweise verstehen, wie eine Familie organisiert ist? Ein Ansatz ist das Semantic Web, das vom Erfinder des World Wide Web eingeführt wurde, um Informationen besser zu strukturieren. Später wurde es zu groß angelegten Wissensgraphen weiterentwickelt.
Beide Angebote sind bereits ausgebucht.