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Schönheitsideale, Mobilität und weibliche Handlungsmacht: Erste Folge des IEG-Podcasts „Epochal“


Digitalität

Mainz, 04.08.2026 – Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) erweitert seine Wissenschaftskommunikation: Mit dem neuen Podcast „Epochal“ macht das Institut aktuelle historische Forschung einem breiten Publikum zugänglich. In jeder Folge sprechen Mitglieder des IEG-Redaktionsteams mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über ein Buch oder ein Forschungsthema und geben Einblicke in aktuelle historische Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen politische, soziale, religiöse und kulturelle Entwicklungen Europas – von der Frühen Neuzeit bis in die Zeitgeschichte.

„Es gehört zu unserem Auftrag als Leibniz-Institut, wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Gesellschaft zu teilen. Mit ‚Epochal’ schaffen wir ein Format, das historische Forschung verständlich, zugänglich und im wahrsten Sinne des Wortes hörbar macht. So möchten wir zeigen, welchen Beitrag die Geschichtswissenschaft zum Verständnis aktueller gesellschaftlicher Fragen leisten kann. Gleichzeitig ermöglicht ‚Epochal’ Studierenden und einer interessierten Öffentlichkeit, Einblicke in aktuelle Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Arbeitsweisen zu gewinnen und den Entstehungsprozess historischer Erkenntnisse kennenzulernen“, sagt Prof. Dr. Johannes Paulmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte.

Den Auftakt macht die Historikerin Dr. Corinna Schattauer, ehemalige Forschungsstipendiatin des IEG. Gemeinsam mit IEG-Redakteurin Vanessa Weber spricht sie über ihre Monografie „Weibliche Handlungsmacht und Mobilität. Kommerzielle Schönheitskonkurrenzen in Deutschland, 1909–1933“, die 2024 in der Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte“ im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist (Band 271; Das Buch ist frei im Open Access zugänglich: https://doi.org/10.13109/9783666302824).

Lange vor „Germany’s Next Topmodel“ faszinierten Schönheitswettbewerbe ein breites Publikum. Bereits seit 1909 wurden junge Frauen auf großen Bühnen bewertet – zunächst von Fachjurys, später in neuen medialen Formaten. Die erste Folge von „Epochal“ zeigt, dass kommerzielle Schönheitskonkurrenzen in der Weimarer Republik weit mehr waren als Unterhaltung: Sie spiegelten patriarchale Strukturen und gesellschaftliche Normen wider, eröffneten Frauen zugleich aber neue Möglichkeiten für soziale, räumliche und geschlechtsspezifische Mobilität.
Das Gespräch mit Corinna Schattauer beleuchtet diese widersprüchlichen Entwicklungen und fragt danach, welche Vorstellungen und Mechanismen bis heute fortwirken.

Die Folge „Weibliche Handlungsmacht und Mobilität. Kommerzielle Schönheitskonkurrenzen in Deutschland, 1909–1933“ erscheint am 4. August 2026. Sie ist ab diesem Datum über die gängigen Podcast-Dienste abrufbar unter: https://epochal.podigee.io/1-schoenheitskonkurrenzen. Rückmeldungen und Anregungen können an podcast@ieg-mainz.de gesendet werden. Die Autorin Corinna Schattauer steht für Interviews und Gespräche zum Thema der ersten Podcastfolge ebenfalls zur Verfügung.

Begleitend zum Podcaststart erweitert das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte auch seine Präsenz in den sozialen Medien. Über neue Accounts auf Bluesky (@ieg-mainz.bsky.social) und Instagram (@leibniz_ieg_mainz) informiert das IEG künftig über aktuelle Forschung, neue Podcastfolgen, Veranstaltungen und Einblicke in den Forschungsalltag. Damit schafft das Institut weitere Möglichkeiten, historische Forschung sichtbar und zugänglich zu machen.
Kontakt

Dr. Christian Eilers, Referent für Kommunikation & Presse, Öffentlichkeitsarbeit
eilers@@ieg-mainz.de, Tel. 06131 / 39 33 6353
www.ieg-mainz.de