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Podiumsdiskussion – Reden wir über Europa: „Gibt es eine europäische Öffentlichkeit? Wissenschaftliche und journalistische Perspektiven


Gesellschaft

Gibt es eine europäische Öffentlichkeit? Bei näherer Betrachtung zeigt sich: Die Medien, in denen wir über Europa sprechen, sind nach wie vor überwiegend national organisiert. Transnationale Angebote wie ARTE oder Euronews bleiben Nischenphänomene.

Was bedeutet es für Europa, wenn Europäerinnen und Europäer zu wenig übereinander wissen? Die Ukraine macht das besonders deutlich: Ein Land mitten in Europa, über das in vielen Sprachen berichtet wird, nur in getrennten Öffentlichkeiten. Daran zeigt sich, was eine europäische Öffentlichkeit sein könnte, woran es heute aber auch hapert. Die Podiumsdiskussion fragt: Wer gestaltet die europäische Öffentlichkeit – in welchen Räumen, in welchen Sprachen, mit welchen Reichweiten? Und wer hört eigentlich zu?

Dabei blicken wir auch zurück und fragen: War die Öffentlichkeit früher europäischer als heute?

Vier Gäste aus Wissenschaft und Journalismus sprechen über die Voraussetzungen, die Bruchlinien und die Chancen einer Öffentlichkeit, die ihren Namen verdient.

Es diskutieren

Prof. Dr. Hartmut Wessler · Universität Mannheim, Kommunikationswissenschaftler mit Schwerpunkt in der Erforschung öffentlicher Kommunikation und transnationaler Mediendiskurse.

Prof. Dr. Tanjev Schultz · Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Journalismus-Professor an der JGU. Verbindet die Frage nach europäischer Öffentlichkeit mit konkreten Fragen journalistischer Praxis, Ausbildung und redaktioneller Strukturen.

Dr. Gesine Dornblüth · Freie Journalistin (Texte und Töne), Autorin und Reporterin mit Schwerpunkt Ukraine und Russland. Berichtet seit vielen Jahren aus der Region. Deutschlandradio-Korrespondentin in Moskau (2012–2017).

Diana Zulfoghari · Freie Journalistin (COSMO / vormals Funkhaus Europa), Moderatorin und Reporterin beim mehrsprachigen Gemeinschaftsprogramm COSMO, bei WDR, hr und SWR. Steht für eine Öffentlichkeit, die jenseits der Nationalsprachen funktioniert.

Ort: : Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Alte Universitätsstraße 19, 55116 Mainz

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter veranstaltungen@ieg-mainz.de wird gebeten.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz und  der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland Pfalz.