Vanessa Weber M.A.
Im Podcast Epochal führen Mitarbeitende des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) spannende Gespräche mit Forschenden über aktuelle Bücher und Projekte zur europäischen Geschichte. Wir beleuchten Themen der vergangenen 500 Jahre und zeigen die globalen Verstrickungen europäischer Akteure. So wird Geschichte verständlich und lebendig.
Dabei werden Veröffentlichungen des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (VIEG) ebenso in den Fokus genommen wie sonstige Veröffentlichungen unserer wissenschaftlichen Mitarbeitenden.
Neue Folge jeden ersten Dienstag im Monat.
Schönheitswettbewerbe sind keine Erfindung von Germany’s Next Topmodel. Schon seit 1909 wurden junge Frauen auf großen Bühnen bewertet – damals von Fachjurys, heute von Heidi Klum. Doch worauf kam es eigentlich an? Auf die perfekte Übereinstimmung mit dem damaligen Schönheitsideal oder doch auf die Hoffnung der meist männlichen Juroren, dass sich die Gewinnerin im Nachhinein „erkenntlich zeigt“? In der Weimarer Republik spiegelten Schönheitskonkurrenzen patriarchale Strukturen und gesellschaftliche Normen wider – eröffneten Frauen aber zugleich neue Möglichkeiten für soziale, räumliche und geschlechtsspezifische Mobilität. Über diese spannenden Widersprüche und die Frage, was davon bis heute geblieben ist, spricht IEG-Redakteurin Vanessa Weber mit der Historikerin und Autorin und IEG Alumna Corinna Schattauer.
Dr. Christiane Kormann, Leiterin des Bereichs Publikationen am IEG, spricht in der neuen Folge des Podcasts „Epochal“ mit dem früheren IEG-Mitarbeiter PD Dr. Gregor Feindt darüber, wie ein kleines Schuhunternehmen aus der Tschechoslowakei zum Imperium wurde und dabei Menschen formte, politische Systeme überlebte und eine ganze Stadt prägte.
In der dritten Folge des IEG-Podcasts „Epochal“ sprechen Dr. Fani Gargova und PD Dr. Manfred Sing über die Zentralsynagoge von Sofia – ein Bauwerk, das weit mehr ist als ein religiöser Ort.
Die 1909 eröffnete Synagoge ist heute das größte jüdische Gotteshaus in der Region Südosteuropa. Ihre Geschichte führt mitten hinein in die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche Bulgariens vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Fani Gargova lässt uns an den Ergebnissen ihrer Forschungen zur Geschichte der Synagoge teilhaben und zeigt, wie sich in der Architektur des Bauwerks Fragen religiöser Reform, urbaner Modernisierung und jüdischer Zugehörigkeit miteinander verbinden.