Am 12.07. erscheint »Catholics and Violence in the Nineteenth-Century Global World« (London: Routledge, 2023), herausgegeben von IEG-Mitarbeiterin Eveline G. Bouwers.
Das Buch analysiert die Gewalt, in die Katholiken in der Welt des 19. Jahrhunderts verwickelt waren – es enthüllt die Motive für die Gewalt, zeigt die Verbindung zwischen religiösen und weltlichen Missständen auf und beleuchtet den katholischen Pluralismus.
“Catholics and Violence in the Nineteenth-Century Global World” ist die erste Studie, die systematisch die Verbindung zwischen Glauben und gewalttätigem Handeln in der modernen Geschichte analysiert. Das Buch konzentriert sich auf Vorfälle, an denen Mitglieder der römisch-katholischen Kirche auf der ganzen Welt beteiligt waren, und bietet einen kaleidoskopischen Überblick über Situationen, in denen physische oder symbolische Gewalt an innerkatholischen, katholisch-säkularen und interreligiösen Konflikten beteiligt war. Mit besonderem Augenmerk auf die Rolle der Akteure untersuchen die Autoren die Motive, Wahrnehmungen und Legitimationsstrategien für religionsbezogene Gewalt, werten Konfliktdebatten aus und erörtern die Rolle der religiösen Führung bei gewalttätigen Vorfällen. Darüber hinaus beleuchten sie die komplexe Art und Weise, in der religiöse Missstände mit säkularen Differenzen interagierten, und heben die Pluralität der katholischen Standpunkte hervor. Auf diese Weise macht das Buch deutlich, auf welch vielfältige Weise Religion und Gewalt in der Geschichte miteinander interagiert haben. Das Buch zeigt, dass die Verbindung zwischen Glaube und Gewalt nuancierter war, als Theoretiker der “religiösen Gewalt” vermuten, und wird Historiker, Sozialwissenschaftler und Religionswissenschaftler ansprechen.
