Dreizehn akademische Institutionen aus elf Ländern arbeiten gemeinsam an der Ausgestaltung einer Europäischen Forschungsinfrastruktur für Religionswissenschaften und Theologien. Am 9. September 2020 wurde der Antrag zur Aufnahme von RESILIENCE in die europäische Förderlinie ESFRI-Roadmap 2021 eingereicht.
Das zunehmende Interesse an religionsbezogener Forschung in Gesellschaft und Politik sowie die wachsende Bedeutung der Religionswissenschaften erfordern einen besseren und effektiveren Zugang zu religionsbezogenem Wissen. Mit RESILIENCE soll eine Infrastruktur entstehen, die den Zugang zu digitalen und analogen, d.h. in Einrichtungen wie Archiven und Bibliotheken vorhandenen, Forschungsressourcen erleichtert, sowie Werkzeuge und Unterstützung in deren Anwendung zur Verfügung stellt.
Das Infrastrukturvorhaben startete bereits 2014. Im Zuge der Bewerbung auf die ESFRI Roadmap wurden seit 2019 mit Fördermitteln aus Horizon 2020 weitere Partnerinstitutionen aufgenommen und gemeinsam Konzepte für die zukünftige Infrastruktur erarbeitet. Dabei wurden digitale Werkzeuge und Dienstleistungen konzipiert, sowie ein nachhaltiger Finanzierungsplan und eine stabile Organisationsstruktur entwickelt.
Die Forschungsinfrastruktur RESILIENCE zeichnet sich dadurch aus, dass sie alle Zugänge – digital und nicht-digital – zu Wissen über Religionen ermöglichen will. Dabei stehen Interessen und Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer im Vordergrund. Sie erhalten kompetente Unterstützung bei Auswahl und Anwendung digitaler Werkzeuge und in Erfassung, Verarbeitung und Analyse religionsbezogener Daten.
RESILIENCE zielt in erster Linie auf die Nutzung in wissenschaftlichen Kontexten, aber ermöglicht zugleich einen barrierefreien Zugang für alle an religionsbezogenen Themen Interessierten.
RESILIENCE bietet Wissenschaftler/innen Zugänge zu religionsbezogenen Forschungsdaten, Weiterbildungsmöglichkeiten (insbesondere in Bezug auf digitale Anwendungen), sowie Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs in einer interdisziplinären und internationalen Gemeinschaft der Forschenden.
Für Sammlungsleiter/innen und Bibliothekare/innen bietet RESILIENCE Beratung und Begleitung im Bereich Digital Humanities und hinsichtlich neuer Entwicklungen in den religionsbezogenen Wissenschaften. Der Zugang zu einem professionellen Netzwerk kann sie dabei in ihrer Arbeit mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen unterstützen.
RESILIENCE bietet Zugang zu analogen und digitalen Ressourcen aller Religionen und Konfessionen sowie zu Forschungsergebnissen aus religionsbezogenen Wissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur unterstützt den Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktizierenden Religionsgemeinschaften durch Wissenstransfer und Vernetzung. Insofern ist RESILIENCE auch für Repräsentanten und Repräsentantinnen von Religionsgemeinschaften interessant.
Die Laufzeit der Forschungsinfrastruktur beträgt mindestens 25 Jahre.
„Für das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) ist eine Beteiligung an RESILIENCE bedeutend, um den Transfer seiner religionsbezogenen Forschungen in Wissenschaft und Gesellschaft weiterzuentwickeln und um die Grundlagen für eine global ausgerichtete Erforschung von Religion in Geschichte und Gegenwart zu gewährleisten“, so Prof. Irene Dingel, Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte.
RESILIENCE-Partner
– Fondazione per le Scienze Religiose Giovanni XXIII (IT)
– Westfälische Wilhelms-Universität Münster (DE)
– École Pratique des Hautes Études (FR)
– Katholieke Universiteit Leuven (BE)
– Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (DE)
– Uniwersytet Warszawski (PL)
– Institut für Angewandte Informatik (DE)
– Theologische Universität Apeldoorn (NL)
– Sofiiski Universitet Sveti Kliment Ohridski (BG)
– Volos Akademie für Theologische Studien (GR)
– Universitet U Sarajevu (BIH)
– Albanische Universität UFO (AL)
– Bar-Ilan University (IL)
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage << https://www.resilience-ri.eu >> und dem RESILIENCE-Factsheet: << https://www.resilience-ri.eu/wp-content/uploads/2020/08/RESILIENCE-FACTSHEET-02.00.pdf >>
Unter diesem Link finden Sie ein begleitendes Video zur Einreichung des ESFRI-Antrags: << https://youtu.be/NQPP22KRmmk >>.
Hier finden sie ein Einführungsvideo zu RESILIENCE: << https://youtu.be/oSwgQYRfuDs >>.
Kontakt am IEG
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)
Sofie Sonnenstatter – Projektkoordinatorin
Alte Universitätsstraße 19
55116 Mainz Deutschland
Tel: +49 6131 39 36136
E-Mail: sonnenstatter@ieg-mainz.de
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