Nach zwei Jahren pandemiebedingter Verschiebung findet die Konferenz »Governing Humanitarianism – Past, Present and Future« statt. Sie ist Teil der Herrenhausen Conference Serie, initiiert von der VolkswagenStiftung. Organisatoren der Konferenz sind das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz, die Universität Oxford, die Universität Exeter, die Universität Köln und die VolkswagenStiftung.
Humanitäre Organisationen auf der ganzen Welt stehen vor wachsenden Herausforderungen, wenn es darum geht, Hilfe zu leisten, Mittel zu sichern und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu erhalten. Die Abwägungen zwischen Souveränität, Demokratie, Sicherheit, Entwicklung, Identität und Menschenrechten sind äußerst komplex geworden. Die selbsternannten Hüter des öffentlichen Gewissens sind jetzt auch wichtige Unterauftragnehmer von Regierungen und manchmal Kritiker eben jener Institutionen, von denen sie Gelder beziehen.
Auf der Konferenz diskutieren internationale Expertinnen und Experten Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Humanitären Hilfe. Die Vertreter:innen humanitärer Organisationen und Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen debattieren, wie humanitäre Steuerung in der Welt im Licht vergangener Erfahrungen und aktueller Krisen neu gedacht werden kann. Wie können sich wandelnde Machtbeziehungen mit den Zielen globaler sozialer Gerechtigkeit nachhaltig in Einklang gebracht werden?
Die Konferenz richtet sich an wissenschaftliches Fachpublikum. Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Eine Teilnahme ist kostenlos nach Anmeldung unter events@volkswagenstiftung.de möglich.
Die von der VolkswagenStiftung im Kongresszentrum Schloss Herrenhausen veranstalteten Herrenhausen-Konferenzen befassen sich mit wissenschaftlichen Themen von hoher gesellschaftlicher Bedeutung, die für die Gegenwart und Zukunft von besonderer Relevanz sind. Sie thematisieren offene Fragen und ungelöste Probleme und deren Bedeutung für die Gesellschaft. Sie bieten sowohl internationalen Experten als auch Nachwuchswissenschaftlern eine Plattform für einen intensiven interdisziplinären Dialog über spannende neue Forschungsgebiete und innovative methodische Ansätze.
Pressekontakt: Dr. Juliane Schwoch, Telefon: +49 6131 39343, E-Mail: schwoch@ieg-mainz.de.