Gregor Feindt untersucht oppositionelles Denken zur Nation im ostmitteleuropäischen Samizdat von 1976-1992.
Aufgrund der Erfahrung einer spätsozialistischen Krise zwischen 1976 und 1992 suchten Oppositionelle aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn nach politischer Gemeinschaft. Über Grenzen hinweg tauschten sie sich in der Untergrundliteratur des Samizdat über Kernthemen wie Freiheit und Menschenrechte aus. Daraus entwickelte sich ein eigener Nationsbegriff.
In vergleichender und transnationaler Perspektive analysiert Feindt Dynamiken und Grenzen politischen Denkens sowie Konsequenzen für das Handeln der heterogenen Opposition in Ostmitteleuropa. Indem sie außerdem die Verflechtung Oppositioneller mit dem Westen einbezieht, erweitert die Arbeit situativ die ostmitteleuropäische Perspektive.
Gregor Feindt arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEG. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die Geschichte Osteuropas des 20. Jahrhunderts sowie transnationale Geschichte und Erinnerungen in Ostmittel- und Osteuropa.
Gregor Feindt
Auf der Suche nach politischer Gemeinschaft
Oppositionelles Denken zur Nation im ostmitteleuropäischen Samizdat 1976 – 1992
ISBN 978-3-11-041877-4
Ladenpreis: 49,95 €