Zwangsmigrationen im mittleren und östlichen Europa
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lösten politische und militärische Gewalt massenhafte Bewegungen ziviler Bevölkerung in Europa aus.
Dieser Band präsentiert neue Ergebnisse der internationalen historischen Forschung zu diesem in der öffentlichen Meinung stark emotionsgeladenen Themenkomplex. Deutsche und ausländische Historiker nehmen Stellung zur Forschungsgeschichte und aktuellen Diskussion in Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Die vierundzwanzig Beiträge des Sammelbands gehen auf ein internationales Kolloquium des Instituts für Europäische Geschichte in Prag zurück. Der Band thematisiert zunächst, wie Konzepte von Zwangsmigration in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der internationalen und nationalen Politik als Instrument dienten. Anschließend werden in Fallstudien einzelne Phänomene von Zwangsmigrationen in Europa zwischen 1938 und 1950 analysiert.