Das Projekt befasste sich mit katholischen Migranten europäischer Herkunft und dem Umgang mit Migrationsprozessen. Das Augenmerk galt zunächst deutschsprachigen katholischen Zuwanderern in die USA. Analysiert wurden deren Assimilation in Beziehung zu und im Vergleich mit anderen europäischen Zuwandergruppen sowie Austauschprozessen zwischen den Katholizismen bis in die 1960er Jahre hinein. Des Weiteren wurden katholische Zuwanderergruppen aus verschiedenen Regionen Europas ins Deutsche Reich bzw. die Bundesrepublik Deutschland untersucht. Europa als Idee und Realität spielt dabei, so die These, insgesamt zunächst kaum eine Rolle, vielmehr stehen die nationale und ethnische Herkunft im Vordergrund. Nach dem Ersten und insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg wird Europa jedoch in Diskursen und Praktiken zum Bezugspunkt für die Affirmation eines kulturellen und auch religiösen Pluralismus. Das Projekt wird seit dem Wechsel des Bearbeiters an die Universität Wien dort weitergeführt.
- Thomas Schulte-Umberg