Im Rahmen der Vortragsreihe „Die Kirchen in den deutschfranzösischen Beziehungen. Vom Ende des Alten Reiches bis zur Gegenwart.“ findet am 16. Juni 2014 um 19 Uhr im Salon des Institut Français der Vortag „Deutsche und französische Christen nach 1945“ statt und wird von Prof. Dr. Marc Lienhard gehalten und von Prof. Dr. Irene Dingel moderiert. Die Vortragsreihe ist eine Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem DFG-Graduiertenkolleg 1575 und wird von Herrn Prof. Kißener, Universitätsprofessor für Zeitgeschichte an der JGU geleitet. Im Laufe ihrer monatlichen Veranstaltungen bis im Juni 2014 lädt sie zahlreiche renommierte Wissenschaftler in das Institut Français Mainz ein.
Zur Vortragsreihe: Das deutsch-französische Verhältnis unterlag in den vergangenen 200 Jahren schweren Belastungen und Veränderungen. Während am Ende des Alten Reiches nationalstaatliche Perspektiven noch keine Rolle spielten, änderte sich dies im Laufe des 19. Jahrhunderts bis hin zu einer deutsch-französischen „Erbfeindschaft“. Die rasche Entspannung der deutsch-französischen Beziehungen nach dem Ende des II. Weltkrieg wird heute sogar als „Erbfreundschaft“ bezeichnet. Sie gilt allgemein als die Voraussetzung für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft. In all diesen Prozessen spielten die christlichen Kirchen eine beachtliche, bislang kaum betrachtete Rolle. Die Vortragsreihe möchte daher anhand von exemplarischen Einzelstudien der Bedeutung der Kirchen im deutsch-französischen Beziehungsgeflecht nachgehen und Bedingungsfaktoren des kirchlichen Engagements in den zwischenstaatlichen Beziehungen im Wandel von rund 200 Jahren analysieren.
Der Eintritt ist frei.
Moderation: Prof. Dr. Irene Dingel (Mainz)