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Online-Tagung: »The Moment of Death in Early Modern Europe, c. 1450-1800. Contested Ideals, Controversial Spaces, and Suspicious Objects«


Vortragende:
Alexandra Bamji (Leeds), Benedikt Brunner (Mainz), Friedrich J. Becher (Bonn), Isabel Casteels (Leuven), Martin Christ (Erfurt), Louise Deschryver (Leuven), Irene Dingel (Mainz), Vanessa Harding (London), Vera Henkelmann (Erfurt), Imke Lichterfeld (Bonn), Adam Mezes (Budapest), Birgit Ulrike Münch (Bonn), Cornelia Richter (Bonn), Erik Seeman (Buffalo), Violet Soen (Leuven), Hillard von Thiessen (Rostock), Elizabeth Tingle (Leicester), Alexandra Walsham (Cambridge)

Über die Tagung:
Der Tod gehörte sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit zu den wichtigsten Aspekten im Leben eines jeden Menschen. In der frühen Neuzeit erfuhren Todesriten, Bestattungen und Gedenkfeiern tief greifende Veränderungen. Die Reformation, die europäische Expansion, der wissenschaftliche Fortschritt und die Veränderungen im Gesundheitswesen und in der Hygiene trugen dazu bei, dass sich die Art und Weise, wie Männer und Frauen in dieser Epoche den Tod erlebten, veränderte. Mit dieser internationalen und interdisziplinären Konferenz wird die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Tod erweitert, indem sie sich auf den vielleicht wichtigsten Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem Tod konzentriert: die letzten Augenblicke des Lebens. Mit Blick auf diesen spezifischen Zeitpunkt in einer Reihe von europäischen Ländern und ihren Kolonien untersucht die Konferenz, wie Männer und Frauen sich auf ihren Tod vorbereiteten, wie Freunde und Familie den Tod einer Person erlebten und wie ein frühneuzeitliches Sterbebett aussah. Die Konferenz untersucht die letzten Momente im Sterbezimmer, kontrastiert sie aber auch mit Extremsituationen wie die Augenblicke vor einer Hinrichtung oder einem langwierigen Sterben aufgrund schwerer Krankheiten.
Die Konferenz will Erkenntnisse aus Geschichte, Kunstgeschichte, Theologie und anderen Disziplinen zusammenführen, um diesen entscheidenden Augenblick im Leben eines Menschen zu erhellen. Dabei berücksichtigt sie die gesamte Frühe Neuzeit, um Veränderungen über einen langen Zeitraum hinweg nachzuzeichnen, und untersucht verschiedene nationale, regionale und lokale Kontexte, um aussagekräftige Vergleiche zu ermöglichen.