Karl Pinggéra beleuchtete am 04. Dezember 2013 im Mainzer Leibniz-Institut für Europäische Geschichte das spannungsreiche Verhältnis zwischen syrischem Christentum und griechischem Erbe. Pinggéra, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Marburg, ist Spezialist für altorientalische Kirchen sowie für das Christentum des Nahen Ostens und die Koptische Kirche in Ägypten. Unter anderem ist er Übersetzer und Editor alter syrischer Autoren.
Welches Bild von Byzanz pflegten Christen im Nahen Osten, die nicht zur griechischen Reichskirche gehörten? Die Vorlesung mit dem Titel „Syrisches Christentum und griechisches Erbe. Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verhältnis“ geht dieser Frage im Blick auf die Syrisch-Orthodoxe Kirche nach. Mit einem Schwerpunkt auf der frühislamischen Zeit sollen dabei kirchenpolitische, geschichtstheologische und wissenschaftsgeschichtliche Aspekte Berücksichtigung finden. Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und dem WissenschaftsCampus Mainz ›Byzanz zwischen Orient und Okzident‹.