Henning P. Jürgens/Ulrich A. Wien (Hg.)
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 142
1. Auflage, 2024, 229 Seiten, gebunden, Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-525-57147-7,
Open Access: https://doi.org/10.13109/9783666571473
Der Sammelband beschäftigt sich mit dem Umgang mit Ereignissen und Personen der Reformation bzw. der Reformationsgeschichte in der Erinnerungskultur in Ostmittel- und Südosteuropa. Er tut dies in einer bislang nicht unternommenen geographischen und pluriethnischen Breite und Vielfalt: Die Autor:innen behandeln Themen wie Geschichtsschreibung, Bildende Kunst, Literatur, Architektur, die verschiedenen Ausprägungen der Fest- und Memorialkultur und ihre Wechselwirkungen mit den jeweiligen politischen und religiösen Gegebenheiten. Geographisch schlägt der Band den Bogen von Siebenbürgen über Ungarn, die Slowakei, Böhmen, Schlesien, Pommern, Polen, Preußen bis ins Baltikum und nach St. Petersburg.
Konkret stellen sich die einzelnen Beiträge, unter anderen, Fragen wie:
– Unter welchen makrohistorischen und regionalgeschichtlichen Rahmenbedingungen konnte an die Wirkungen der (deutschen) Reformation erinnert werden?
– Welche gegenseitigen, transregionalen Einflüsse sind zu beobachten? Und in welcher Weise blieben Geschehnisse und historische Abläufe in Erinnerung?
– Welches Selbstverständnis kommt in der Bezugnahme auf die reformatorischen Ereignisse im Reich, aber auch im Blick auf Ereignisse der regionalen Reformationsgeschichte sowie hinsichtlich der parallelen Bestrebungen einer zeittypischen Reformationsmemoria der Zeitgenossen für die verschiedenen konfessionell geprägten Akteure zum Ausdruck?
– Welche hermeneutischen Modelle, aber auch welche Medien dienten der sowohl affirmativen als auch polemischen Kultivierung der Erinnerung?
Die Vielzahl der Fragestellungen und Methoden bietet dabei zahlreiche Übertragungsmöglichkeiten. Sie wird dem Anspruch des Buchs gerecht, nicht eine bilanzierende Zusammenfassung zu formulieren, sondern neue Anregungen zur Beschäftigung mit der Rezeption der Reformation im östlichen Zentraleuropa zu eröffnen.
Herausgeber:
Henning P. Jürgens ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz.
Ulrich A. Wien ist Akademischer Direktor am Institut für Evangelische Theologie der Universität Koblenz-Landau.
Rezeption und Memoria der Reformation im östlichen Europa
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 142
1. Auflage, 2024, 229 Seiten, gebunden, Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-525-57147-7,
Open Access: https://doi.org/10.13109/9783666571473
Kontakt:
Friederike Lierheimer, MA, +49 (0)6131 3930076, lierheimer@ieg-mainz.de
Dr. Juliane Schwoch, +49 (0)6131 3939343, schwoch@ieg-mainz.de