Zurück

Neuerscheinung: „Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld. ‚Kriegsbilder‘ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkrieg“ von Andrea Hofmann


Propaganda, Sinnstiftung oder Kontingenzbewältigung? – Neue Studie von Andrea Hofmann beleuchtet die pastorale Deutung des Ersten Weltkriegs

Mainz, 17.06.2025 – Das Massensterben an der Front, das Leid und die zahlreichen Entbehrungen, die Menschen während des Ersten Weltkriegs im Feld und in ihrer Heimat erdulden mussten, verlangten nach Erklärung und Trost. Theologische Deutungen halfen dabei, die Ereignisse zu interpretieren und ihnen Sinn zu geben, teilweise auch zugunsten politischer Propaganda

NEUERSCHEINUNG „Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld. ‚Kriegsbilder‘ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkriegs“ in der reihe der Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Band 273, 1. Auflage 2025, 408 Seiten, gebunden, Vandenhoeck & Ruprecht, ISBN: 978-3-525-31162-2.
Open Access: https://doi.org/10.13109/9783666311628.

Mainz, 17.06.2025 – Das Massensterben an der Front, das Leid und die zahlreichen Entbehrungen, die Menschen während des Ersten Weltkriegs im Feld und in ihrer Heimat erdulden mussten, verlangten nach Erklärung und Trost. Theologische Deutungen halfen dabei, die Ereignisse zu interpretieren und ihnen Sinn zu geben, teilweise auch zugunsten politischer Propaganda

Die aktuelle Publikation „Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld. ‚Kriegsbilder‘ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkriegs“ von Andrea Hofmann, Professorin für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultät Basel, bietet eine tiefgehende Analyse der theologischen Deutungen während des Ersten Weltkriegs.
Die Studie, die in den Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz erscheint, widmet sich vor allem der Frage, wie Pfarrer und religiöse Gemeinschaften die Kriegsgeschehnisse interpretierten und welche Rolle dabei Propaganda, Sinnstiftung und Kontingenzbewältigung spielten.
Die Autorin untersucht Predigten und Andachtsschriften der Jahre 1914 bis 1918 unter Berücksichtigung von bisher nicht erschlossenem Quellenmaterial, insbesondere Quellen aus dem Südwesten des Deutschen Reichs einschließlich des Elsass. Durch ihre detaillierte Untersuchung schafft es Andrea Hofmann, Ordnung in die Vielfalt theologischer Kriegsbilder in der deutschen Oberrheinregion zu bringen und neue Perspektiven auf die Theologie des Ersten Weltkriegs zu eröffnen.

Autorin:
Andrea Hofmann ist Professorin für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultät Basel. Ihre vorliegende Studie und zugleich Habilitationsschrift entstand während ihrer wissenschaftlichen Mitarbeit am IEG in Mainz (2013–2022).

NEUERSCHEINUNG „Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld. ‚Kriegsbilder‘ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkriegs“
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Band 273, 1. Auflage 2025, 408 Seiten, gebunden, Vandenhoeck & Ruprecht, ISBN: 978-3-525-31162-2, Open Access: https://doi.org/10.13109/9783666311628.

Das IEG
Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut und seit 2012 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es betreibt und fördert Forschungen zu den politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und befasst sich mit aktuellen Entwicklungen in den Digital Humanities. Seine Beschäftigten forschen sowohl in Einzel- als auch Gemeinschaftsvorhaben sowie mit internationalem wissenschaftlichem Nachwuchs, den es durch sein angesehenes Stipendien- und Gästeprogramm fördert.

Kontakt:
Presse: Dr. Juliane Schwoch, +49 (0)6131 39 39343, schwoch@ieg-mainz.de
Lektorat: Dr. Christiane Bacher, +49 (0)6131 3939397, bacher@ieg-mainz.de