Podiumsdiskussion am Dienstag, 27. Juni 2023, 18:00 Uhr im Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Mainz
Es diskutieren: Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz, und Prof. Dr. Annette Kehnel, Universität Mannheim, Autorin des preisgekrönten Buchs »Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit«. Es moderiert Dr. Bernhard Gißibl, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG).
Mainz, 14.06.2023 – Reden wir über globale und Generationengerechtigkeit bei der Nutzung natürlicher Ressourcen, reden wir über Nachhaltigkeit! Ausgehend von Annette Kehnels Buch „Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit“ diskutieren sie und Katrin Eder über Nachhaltigkeit als politisches Handlungsprinzip, sein Potenzial, seine Aktualität und historische Vorbilder.
Nachhaltigkeit dient spätestens seit der Weltumweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 als das umwelt- und gesellschaftspolitische Leitbild schlechthin. Die internationale Staatengemeinschaft setzt sich ehrgeizige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Im nationalen Rahmen verfolgen Bund, Länder und Kommunen ihre je eigenen, regelmäßig aktualisierten Nachhaltigkeitsstrategien.
Angestrebt wird eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich leistungsfähige Gesellschaft, die ihre Bedürfnisse nicht auf Kosten zukünftiger Generationen oder Gesellschaften in anderen Weltregionen befriedigt. Rheinland-Pfalz versteht sich unter anderem aufgrund einer bereits 2001 verabschiedeten ersten Nachhaltigkeitsstrategie als Vorreiter unter den deutschen Ländern. Aber hat das Leitbild Nachhaltigkeit nach drei Jahrzehnten sein Potenzial ausgeschöpft? Was überhaupt meint der Begriff und wie hat er sich im politischen Sprachgebrauch verändert? Wie erklärt sich sein rasanter Aufstieg zum weltpolitischen Leitkonzept? Braucht es weitere, ergänzende Konzepte, um den umweltpolitischen Herausforderungen der Gegenwart wirksam zu begegnen? Und welche Beispiele und Vorbilder gibt es in Vergangenheit, die als Orientierung für ressourcenschonendes und gemeinwohlorientiertes Handeln dienen könnten?
Die Podiumsdiskussion ist Teil der Reihe »Reden wir über Europa!«, in der das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) und die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) aktuelle Themen und Krisen in Europa in den Blick nehmen und mit Akzent auf ihre historischen Dimensionen diskutieren: Welche Wissensressourcen hält die Vergangenheit bereit, um gegenwärtige Krisen zu verstehen und zukünftige Entwicklungen besser steuern zu können?
Um kostenfreie Anmeldung unter info@ieg-mainz.de wird gebeten.
Zum IEG: Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut in Mainz. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es erfüllt diese Aufgabe durch Einzel- und Gemeinschaftsvorhaben seiner Beschäftigten sowie der in- und ausländischen Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten. Seit 2012 ist das Institut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Pressekontakt: Dr. Juliane Schwoch, Telefon: +49 6131 39343, E-Mail: schwoch@ieg-mainz.de