Zurück

Frieden durch Sprache?

Martin Espenhorst (Hg.)

Frieden durch Sprache?

Studien zum kommunikativen Umgang mit Konflikten und Konfliktlösungen
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte, 91: Abt. Universalgeschichte
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2012
ISBN: 978-3-525-10194-0

Dass weitreichende historische Effekte durch Sprache und Übersetzungen entstehen können, ist durch die Bibelübersetzung Martin Luthers gut bekannt. Politische Prozesse sogar komplexer moderner Gesellschaften werden durch Translationen – hierzu gehören auch Defizite wie kommunikative Missverständnisse – gesteuert. Wie wurde Frieden zwischen den Dynastien und Gemeinwesen sprachlich vermittelt? Welche politische und kulturelle Funktion besaß Sprache bei Friedenswahrung und Friedensstiftung? Zwar existieren bereits vereinzelt Studien zur vormodernen Verhandlungstechnik und -strategie. Doch die kommunikative Dimension von Friedensverhandlungen in der frühen Neuzeit wurde noch nicht systematisch untersucht. Die Beiträge des Sammelbandes „Frieden durch Sprache?“ widmen sich daher dieser komplexen Fragestellung und erörtern einzelne relevante Aspekte.