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Europäische Erinnerungsorte

Das in Zusammenarbeit mit externen Autoren und Herausgebern betriebene Publikationsprojekt greift die Frage nach den „symbolischen Orten“ des gegenwärtigen Europa auf. Autoren aus mehr als 15 Ländern folgten der Annahme, dass es eine Vielzahl von Erinnerungsorten gibt, die für Europäer aller Länder eine Bedeutung haben, die ihre Identität mitformen und die sie mitdenken, wenn sie „Europa“ sagen. Erstmals werden nicht die Erinnerungsorte einer einzelnen Nation, Region oder Epoche beschrieben, sondern Konzepte, Plätze, Ereignisse, Kunstwerke, Konsumgegenstände, die gesamteuropäisch von Bedeutung sind.
Nach Vorarbeiten in den Jahren 2000 bis 2008 war das Projekt im Jahr 2009 durch mehrere Workshops konzeptionell geschärft worden; Lemmata und Autoren (ca. 130) wurden festgelegt. Die Endredaktion folgte im Jahr 2011. Die ersten beiden Bände erschienen Ende 2011, der dritte Band im Frühjahr 2012.

Der erste Band des Werks behandelt, ausgehend vom Mythos Europa, grundlegende Faktoren des europäischen Selbstverständnisses, z.B. Christentum, Judentum, Antike, Aufklärung, Gewaltenteilung, Menschenrechte, Himmelsrichtungen, Sprachenvielfalt, Friedensvisionen, das Europa der Kriege, Europas Wirtschaftsbegriff.

Der zweite Band illustriert diese Faktoren anhand von Fallbeispielen wie der Stier, die Europa-Hymne, der Aachener Karlspreis, die Mona Lisa, Dantes Divina Commedia, Goethes Faust, Beethovens IX., Rom, Anne Frank, Frauenemanzipation, die Alpen und das Erlebnis „Berge“, Auschwitz, die U-Bahn, das Kaffeehaus, Liberté – Égalité – Fraternité, die Völkerschlacht bei Leipzig, die KSZE, Pizza und Pizzeria.

Der dritte Band zeigt, wie die Erfahrungen der Europäer in der Welt auf Europa zurückwirkten und wie europäische Einflüsse in gebrochener Form nach Europa „re-importiert“ wurden.

Projektlaufzeit 2000-2012

Projektbeteiligte:
  • Heinz Duchhardt (Projektleitung)
  • Zaur Gasimov
  • Malgorzata Morawiec