Das Teilprojekt untersucht die Wissenschaftsgeschichte der Menschheitsentwicklung als eine Distinktionszone von Humandifferenzierung im Schnittfeld von Kultur- und Naturwissenschaften vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Indem es die zentrale Kategorie „Mensch” des SFB selbst zum Gegenstand macht, zielt es auf eine „Archäologie” der Humandifferenzierung (Foucault).
Schwerpunktmäßig widmet sich das Teilprojekt der Zeitlichkeit, Räumlichkeit und Relationalität solcher Human-Differenzierungen, die durch die vier Arbeitseinheiten Taxonomie, Konvivialität, Repräsentation und Narrativität im historischen Verständnis des Mensch-Werdens und Mensch-Seins analysiert werden.
Im Fokus steht die Geschichte der Disziplinen, die Unterscheidungen und Klassifizierungen von Vor- und Frühmenschen (Hominini) auf Basis fossiler und materieller Evidenz vorgenommen sowie deren Zusammenleben und Evolutionsgeschichte beschrieben haben. Neben weltweiten Fundorten von homininen Überresten stehen gleichermaßen die Museums- und Ausstellungsgeschichte sowie die Historiographie der Menschheitsgeschichten im Mittelpunkt.
- Johannes Paulmann
- Stefanie Treydte
- Malin Wilckens