Das Leibniz–Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz und die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) laden ein zu einer Diskussionsveranstaltung in ihrergemeinsamen Reihe
Termin: Donnerstag, 28. Mai 2026, 18:00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz,
Alte Universitätsstraße 19, 55116 Mainz (Haltestelle Höfchen)
Anmeldung: veranstaltungen@ieg-mainz.de; die Teilnahme ist kostenfrei.
Mit anschließendem Weinempfang.
Es diskutieren: Sophia Britanow (vormals Gymnasium Nackenheim), Preisträgerin im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Dr. Mareike König, Stellvertretende Direktorin des
Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP)
Dr. Sara Mehlmer, Lehrkraft in Mainz
Benan Şarlayan, Lehrkraft in Frankfurt a. Main
Prof. Dr. Nicole Reinhardt, Direktorin des IEG, moderiert.
Mainz, 28.05.26 – Migration und gesellschaftliche Vielfalt gehören zu den prägenden Themen der europäischen Gegenwart und sind zugleich Teil zahlreicher persönlicher, familiärer und gesellschaftlicher Erfahrungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Migration im Geschichtsunterricht thematisiert und historisch eingeordnet werden kann. Auf dem Podium wird diskutiert, wie das Thema in seinen historischen Dimensionen, persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Aspekten in Schule und Unterricht vermittelt werden kann.
Zu den Diskutanten:
Sophia Britanow (vormals Gymnasium Nackenheim bei Mainz) ist Preisträgerin des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten in Rheinland-Pfalz 2025. In ihrem ausgezeichneten Beitrag thematisierte sie als Schülerin der 12. Klasse „Die Deportationen der Wolgadeutschen im Zweiten Weltkrieg und deren Folgen am Beispiel familienhistorischer Dokumente“. Sie rekonstruierte das Leben ihres Urgroßvaters Alexander Deobald, der im Jahr 1941 nach Kasachstan deportiert und in ein Arbeitslager eingewiesen wurde. Ferner legte sie einen Blick auf die Zeit der Auswanderung ihrer Familie nach Deutschland in den 1990er Jahren und behandelte Fragen von Identität und Zugehörigkeit.
Die Stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris (Max Weber Stiftung), Dr. Mareike König, beschäftigt sie sich in ihren Forschungsarbeiten mit Fragen von Migration, Mobilität und gesellschaftlicher Zugehörigkeit im deutsch-französischen Kontext. Darüber hinaus ist sie Abteilungsleiterin für Digitale Geschichtswissenschaften am DHI Paris.
Dr. Sara Mehlmer ist Gymnasiallehrerin in Mainz und war bis 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IEG. Während der Zeit am Institut entstand ihre Dissertationsschrift „Grenzleben in Ceuta und Melilla. Perzeption und Praktiken der Differenzierung um 1860“, erschienen 2024 als Band der Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz“ beim Vandenhoeck & Ruprecht Verlag.
Benan Şarlayan ist Gymnasiallehrer für Geschichte und Deutsch am Lessing Gymnasium in Frankfurt am Main. Während seines Geschichtsstudiums war er auch als wissenschaftliche Hilfskraft am IEG tätig.
Die Diskussion moderiert Prof. Dr. Nicole Reinhardt, Direktorin des IEG in Mainz.
Folgende Fragen werden behandelt:
• Wie prägen persönliche, gesellschaftliche und forschungsbezogene
Erfahrungen den Blick auf Migration?
• Wie und auf welchen Ebenen wird Migration im Geschichtsunterricht bisher
sichtbar gemacht?
• Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich bei der Vermittlung
migrationsgeschichtlicher Themen in der Schule?
• Wie kann der Geschichtsunterricht in Zukunft einer pluralen und
migrationsgeprägten Gesellschaft besser gerecht werden?
Zum IEG: Das Leibniz Institut für Europäische Geschichte, gegründet 1950 in Mainz, ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut und seit 2012 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Pressekontakt: Lia Börsch, Telefon: +49 6131 39 393 43, E-Mail: boersch@ieg-mainz.de