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Thorsten Wübbena auf Professur für „Digitales Kulturelles Erbe“ berufen


Die Hochschule Mainz hat Thorsten Wübbena zum 1. Juli 2026 auf die erste gemeinsame Professur mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) berufen. Mit der Professur für „Digitales Kulturelles Erbe“ stärken beide Einrichtungen ihre langjährige Zusammenarbeit in Forschung und Lehre im Bereich der Digital Humanities.

Die Professur ist am Fachbereich Technik der Hochschule Mainz angesiedelt. Thorsten Wübbena wird dort im Masterstudiengang „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ zu den Themen Daten-, Prozess- und Projektmanagement in den Geisteswissenschaften lehren und forschen. Gleichzeitig wird er weiterhin den Arbeitsbereich Digitalität der historischen Forschung sowie das DH Lab am IEG leiten.

In seiner neuen Rolle möchte Thorsten Wübbena die kritische Reflexion von Methoden, Praktiken und Theorien der Digital Humanities stärken. Wichtig sind ihm dabei insbesondere die Herausforderungen im Umgang mit Daten sowie die komplexen Organisationsaufgaben digitaler Projekte. Sein Ziel ist es, den Beitrag der Digital Humanities zur Bewältigung zentraler Fragen einer digitalen Gesellschaft sichtbar zu machen. Künftige Lehrschwerpunkte liegen in den Bereichen dezentrale und modulare Forschungsinfrastrukturen, der Modellierung von Kulturgutdaten sowie Prozess- und Projektmanagement.

Thorsten Wübbena studierte Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Geschichte. Nach Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Frankfurt, Saarbrücken und Heidelberg sowie der Gründung eines Unternehmens für Datenbanktechnologie leitete er von 2014 bis 2019 die Abteilung Digital Humanities am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris. Seit 2019 verantwortet er den Arbeitsbereich Digitalität der historischen Forschung und das DH Lab am Leibniz Institut für Europäische Geschichte.

Bildrechte: IEG. Fotografin: Angelika Stehle