Mainz, 15. Oktober 2026. Europa ist politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng verflochten – doch sein Zusammenhalt steht zunehmend unter Druck. Nationale Interessen, politische Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen von Europas Zukunft prägen die öffentliche Debatte. Gleichzeitig sind die Medien, in denen über Europa berichtet und diskutiert wird, weiterhin überwiegend national organisiert. Wie kann unter diesen Bedingungen eine gemeinsame europäische Öffentlichkeit entstehen? Und war die Öffentlichkeit früher womöglich europäischer als heute?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion „Reden wir über Europa! Gibt es eine europäische Öffentlichkeit?“ am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 18:30 Uhr am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz.
Wie unterschiedlich europäische Öffentlichkeiten funktionieren, zeigt sich etwa am Beispiel der Ukraine: Über den Krieg und seine Folgen wird europaweit berichtet, jedoch in verschiedenen Sprachen und häufig aus unterschiedlichen nationalenPerspektiven. Welche Voraussetzungen braucht es für eine grenzüberschreitende öffentliche Debatte? Welche Rolle spielen dabei Journalismus, Medien und Wissenschaft?
Über die Herausforderungen und Chancen einer europäischen Öffentlichkeit diskutieren vier Gäste aus Wissenschaft und Journalismus:
- Prof. Dr. Hartmut Wessler (Universität Mannheim), Kommunikationswissenschaftler mit Schwerpunkt auf öffentlicher Kommunikation und transnationalen Mediendiskursen
- Prof. Dr. Tanjev Schultz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Professor für Journalismus
- Dr. Gesine Dornblüth, freie Journalistin und Autorin mit Schwerpunkt Ukraine und Russland
- Diana Zulfoghari, freie Journalistin und Moderatorin beim mehrsprachigen Radioprogramm COSMO
Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reden wir über Europa!“ statt und wird gemeinsam vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz veranstaltet.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter veranstaltungen@ieg-mainz.de wird gebeten.
Zum IEG
Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut in Mainz. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es erfüllt diese Aufgabe durch Einzel- und Gemeinschaftsvorhaben seiner Beschäftigten sowie der in- und ausländischen Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten. Seit 2012 ist das Institut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
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Presse: Lia Börsch, +49 (0)6131 39 39343, boersch@ieg-mainz.de