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Internationale Tagung »Zwischen theologischem Dissens und politischer Duldung – Religionsgespräche der Frühen Neuzeit«


Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich das aus dem Mittelalter bekannte Religionsgespräch zu einem weltlichen religions- und konfessionspolitischen Steuerungsinstrument, mit dem die innerchristlichen,
konfessionellen Differenzen im Gefolge der Reformation entschieden oder wenigstens ausgeglichen werden
sollten. Nicht umsonst stehen diese Gespräche meist in einem unmittelbaren Zusammenhang mit drohenden
militärischen Konflikten, erhofften politischen Bündnissen oder angestrebten Religionsfriedensschlüssen.
Diesem komplexen Befund geht die Tagung Zwischen theologischem Dissens und politischer Duldung in einer
europäischen und alle christlichen Konfessionsparteien umgreifenden Perspektive nach. Sie strebt an,
das Exemplarische in den vielen unterschiedlichen Zusammenhängen herauszuarbeiten, um so das zwar
kurzlebige, in seinen Wirkungen jedoch nicht zu überschätzende Phänomen „Religionsgespräche“ zu erfassen.
Daher sollen die Beiträge nicht nur die Geschichte und den Ablauf eines Religionsgesprächs nachzeichnen,
sondern – anhand von Akteuren, Abläufen und Wirkungen – Konstanten und Strukturen ermitteln.

Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, des Instituts für Spätmittelalter und Reformation der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt. Sie wird mit freundlicher Unterstützung der Thüringer
Staatskanzlei des Freistaats Thüringen sowie des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha e.V.
durchgeführt.

Kontakt:
Dr. Sascha Salatowsky
Forschungsbibliothek Gotha
Studienstätte Protestantismus
Schloss Friedenstein
99867 Gotha
Tel: +49 (0)361/737 5562
Fax:+49 (0)361/737 5539
E-Mail: sascha.salatowsky@uni-erfurt.de