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Öffentlicher Vortrag »Mannheim postkolonial – Versuch einer anderen Stadtgeschichte«


Der Vortrag wird diese immer wieder punktuell und an Einzelaspekten geführten Debatten auf eine breite empirische Basis stellen. Vorgestellt werden die vielfältigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Verflechtungen Mannheims mit dem überseeischen Kolonialismus; herausgearbeitet wird die wandelbare Phänomenologie des Kolonialen in Stadtraum und Stadtgesellschaft. Die Analyse geht dabei weit über die Jahre direkter deutscher Kolonialherrschaft in Übersee zwischen 1884 und 1918 hinaus: Als Handels- und Industriemetropole am Zusammenfluss von Rhein und Neckar war Mannheim über Auswanderung und Kolonialwarenhandel schon früh mit der kolonialen Welt in Übersee verbunden, während die organisierte Kolonialbewegung in der Stadt ihre Hochphase erst in den 1930er Jahren erreichte – mit Auswirkungen für den Umgang mit stadtgesellschaftlicher Differenz bis in die Gegenwart.

Das MARCHIVUM ist Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung. Es ist aus dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte hervorgegangen. Dessen Anfänge reichen in das Jahr 1907 zurück, als es von Mannheims erstem Stadtarchivar Friedrich Walter begründet wurde.

Kontakt am IEG: Bernhard Gißibl, gissibl@ieg-mainz.de

Bildnachweis: © MARCHIVUM